Horst W. Gömpels neues Buch beleuchtet die Geschichte der „Rheinwiesenlager“

Besonderes Geschenk zum 100. Geburtstag: Autor Horst W. Gömpel überreichte Georg Stähling Foto) eine Ausgabe seines Neun Buchs über die Rheinwiesenlager und erfuhrt von den Zeitzeugen Details aus erster Hand, die in die Neuauflage des Buchs fließen werden.
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Besonderes Geschenk zum 100. Geburtstag: Autor Horst W. Gömpel überreichte Georg Stähling Foto) eine Ausgabe seines Neun Buchs über die Rheinwiesenlager und erfuhrt von den Zeitzeugen Details aus erster Hand, die in die Neuauflage des Buchs fließen werden.

Bereits Ende vergangenen Jahres ist Horst W. Gömpels neues Buch „Rheinwiesen-Lager1945 – 1948 Ein Trauerspiel in Deutschland“ erschienen. In Kürze kommt die dritte Auflage mit weiteren Zeitzeugenberichten.

Von Eva Sorembski

Schwalmstadt. Schwalmstadt. Durch zwei Zeitzeugen seines ersten Buches über die Vertreibung aus dem Sudetenland hatte Horst W. Gömpel 2014 erstmals das Wort Rheinwiesenlager gehört. Seit dieser Zeit habe ihn das Thema beschäftigt und in den folgenden Jahren bereits mit Materialsammlung beginnen lassen, berichtet der passionierte Geschichtsforscher aus Schwalmstadt.

Durch einen Besuch des Dokumentationszentrums in Bretzenheim im Jahr 2018 und die inzwischen gefundenen Zeitzeugen konnte das Buch vergangenes Jahr in wenigen Monaten fertiggestellt werden, so Gömpel. In seinem neuen Buch „Rheinwiesen-Lager1945 – 1948 Ein Trauerspiel in Deutschland“ wolle er mit Fotos, Dokumenten und Zeitzeugenberichten aufzeigen, welche Tragödien sich damals in den Rheinwiesenlagern ereignet hätten, so Gömpel.

Mitte Februar soll das Buch in einer dritten Auflage erscheinen mit weiteren Berichten von Zeitzeugen. Einer von ihnen ist Georg Stähling aus Neukirchen-Riebelsdorf.

Nachdem Ende vergangenen Jahres sein neues Buch erschienen ist, habe er von Georg Henninghausen aus Riebelsdorf, der das Buch gelesen habe, den Hinweis bekommen, dass in seinem Ort ein Einwohner die Tragödie, die in dem Buch dargestellt werde, erlebt habe und viel zu dem Thema berichten könne, erzählt Gömpel. Ende Januar, kurz nach Stählings 100. Geburtstag, habe er sich mit dem Zeitzeugen von damals getroffen.

In einem rund einstündigen Gespräch habe Stähling ihm von seinen Erlebnissen während des 2. Weltkriegs als auch von seiner Gefangenschaft in einem der Rheinwiesenlager berichtet. „Der Zeitzeuge hat mit seinen genauen Beschreibungen und detailliertem Wissen all die bisherigen Erkenntnisse und Berichte anderer Betroffener bestätigt“, fasst Gömpel das Gespräch zusammen. „Er berichtete, dass er sich in früheren Jahren nur unter Tränen an die unmenschlichen Bedingungen der Lagerzeit erinnern konnte. Bei seinem aktuellen Bericht konnte er emotionslos, aber sehr konkret über die erlittenen Qualen seiner relativ kurzen Gefangenschaft berichten.“

Das Buch kann zum Preis von 17,50 Euro zzgl. 1,55 Euro Versandkosten direkt beim Autor horstgoempel@gmx.de, Tel. 06691/21562) bestellt werden.

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