Video und Bilder: Hunderte Hippies tanzen beim World Music Festival in Loshausen

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Einmal im Jahr ist das beschauliche Örtchen Loshausen fest in Hippie-Hand. Beim World Music Festival im Schlosspark tanzen sich hunderte Freiheitsliebende das Leben schön. Dabei lassen sie sich ihre Gute-Laune-Mentalität auch vom zwischenzeitlichen Unwetter nicht vermiesen.

Willingshausen-Loshausen. Petrus meinte es nicht gut mit dem 13. World Music Festival im Loshäuser Schlosspark. Kaum hatten die ersten Festival-Gäste unter der Woche ihre Zelte auf der Campingwiese aufgeschlagen, wurden sie am Mittwochabend von einem Gewitter überrascht. Dass das aber noch vergleichsweise harmlos war, ahnten die Menschen im Zeltlager nicht.

Ein weitaus stärkeres Unwetter folgte, als das Festival in vollem Gang war. In der Nacht auf Sonntag suchte ein heftiger Platzregen mit grellen Blitzen und grollendem Donner das Festival-Gelände heim. Den Freunden guter Weltmusik konnte aber auch das nichts anhaben.

Hippies sind Schlechtwetter erprobt. Wer sich an die vergangenen Auflagen des Schwälmer Woodstocks erinnert, der weiß: Regen gehört zum World Music Festival einfach dazu. Und so versprühte das Fest von Freitagabend an seinen inzwischen legendären Charme. Auf der Bühne lieferten zum Auftakt „Hakan Vreskala“ aus der Türkei und „Velo de Oza“ aus Kolumbien die passende Musik zur Gute-Laune-Mentalität der aus dem gesamten Bundesgebiet angereisten Hippies.

Das Festival, das auch bei Regen kräftig strahlt 

Nach dem sintflutartigen Regen in der Nacht, pilgerten am Sonntag noch einmal unzählige Besucher in den idyllischen Schlosspark. Sie nutzten den freien Eintritt, um wenigstens einmal Teil der Hippiekultur zu sein. Familien schlenderten gemütlich zwischen den vielen Verkaufsständen im Schlosspark, lauschten der rhythmischen Musik und naschten kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt.

Und als hätten es die Verantwortlichen der „Klangfreunde“ mit dem Wettergott höchst persönlich so abgesprochen, wichen nun auch die dunklen Regenwolken. Die Sommersonne entwickelte ihre volle Kraft und machte den Sonntagnachmittag zum magischen Moment. Jetzt wurde klar, warum sich das World Music Festival stetig wachsender Beliebtheit erfreut. Am Schwalmufer ließen die Blumenkinder ihre Boote zu Wasser.

Einige Freiheitsliebende rissen sich gleich alle Kleider vom Leib und sprangen splitterfasernackt ins kühle Nass. Die riesige Schlammpfütze vor der Bühne wurde kurzerhand zur Tanzfläche. Hunderte Musikbegeisterte stampften und hüpften im aufgeweichten Boden. Bis zu den Knien voller Schlamm und mit breitem Grinsen im Gesicht bewegten die euphorisierten Zuhörer ihre Körper zu den Klängen von Punk, Rock, Reggae und Folk.

Diejenigen, denen es eher nach Chillen zumute war, fanden ihr Plätzchen nur wenige Meter neben der Bühne am Lagerfeuer. Auf der vielbefahrenen K104, die durch das beschauliche 900-Seelen-Dorf führt und das Festivalgelände in zwei Hälften trennte, blieben immer wieder Autofahrer stehen – teilweise aus Neugierde auf das illustre Publikum, teilweise aus Rücksicht und weil die Menschenmassen kein Durchkommen zuließen. Die Ortsdurchfahrt war fest in Hippie-Hand – zumindest bis Montagmorgen. Denn seither bauen die Besucher nach und nach ihre Zelte ab. Ihr nächster Halt: das Burg-Herzberg-Festival in Breitenbach (Kreis Hersfeld-Rotenburg).

 

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