Bürgermeister-Wahl in Ottrau: Matthias Wettlaufer (CDU) im Interview

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Stellt sich den Fragen von Redakteurin Aylin Landzettel: Matthias Wettlaufer.

Bürgermeister-Wahl in Ottrau: Kandidat Matthias Wettlaufer (CDU) stellt sich im Interview unseren Fragen.

Ottrau. Matthias Wettlaufer stellt sich als CDU-Kandidat zur Wahl für das Amt des Ottrauer Bürgermeisters. lokalo24.de traf den 35-Jährigen im Redaktionsgespräch, um über seine Ideen und Visionen zu sprechen.

lokalo24.de: Warum wollen sie Bürgermeister werden?

Matthias Wettlaufer: Die Aufgaben eines Bürgermeisters haben mich schon immer gereizt. Bürger und Vertreter aus der Gemeindepolitik haben mir im Laufe des vergangenen Jahres Mut zugesprochen, diese Aufgabe zu übernehmen. Es herrscht Unzufriedenheit mit der derzeitigen Amtsführung. Mit meinen Ideen und meinem Netzwerk möchte ich dazu beitragen, die Gemeinde fit für die Zukunft zu machen.

Wie wollen Sie das machen?

Oberste Priorität hat für mich der Breitbandausbau. Dieses Thema hat in den vergangenen Jahren nicht die Beachtung erhalten, die es verdient hätte. Internet hat mit Wohnqualität zu tun. So können beispielsweise Geschäftsleute auch Homeoffice betreiben und somit Familie und Beruf vereinbaren. Außerdem möchte ich einen WLAN-Hotspot am Freibad und der Mehrzweckhalle errichten. Der würde sicherlich die Attraktivität steigern.

Haben Sie weitere Pläne, die Attraktivität der Gemeinde zu steigern?

Die Gemeinde muss zeigen, was sie zu bieten hat und über ihre eigenen Grenzen hinaus bekannter werden. Die Internetseite ist unsere Visitenkarte und muss deshalb dringend überarbeitet werden. Besucher sollen gleich sehen, welche Vereine wir haben und welche Freizeitaktivitäten möglich sind. Unser Tourismuskonzept müssen wir daher ebenfalls überarbeiten. Ich möchte beispielsweise alte Wanderwege wiederbeleben und neue auschildern und anderen Touristengruppen, wie Radfahrern und Reitern, Gründe geben, nach Ottrau zu kommen.

Ihrem Wahlflyer ist zu entnehmen, dass Ottrau noch familienfreundlicher werden soll. Was schwebt Ihnen konkret vor?

Ich möchte Familien Möglichkeiten eröffnen, in Ottrau ihre Zukunft zu gestalten. Dazu gehört es, dass alle Kinder unter drei Jahren einen Platz in der Kita Ottrau zu bezahlbaren Gebühren erhalten. Die Qualität der Betreuung soll durch Aus- und Fortbildung weiter gefördert werden. Außerdem ist die Zusammenarbeit zwischen Kita und Grundschule wichtig. Darüber hinaus möchte ich mit Familien ins Gespräch kommen und so erfahren, was eventuell verbessert werden muss. Das könnte durch einen Familienrat umgesetzt werden.

Wie wollen Sie die ältere Bevölkerung unterstützen?

Für Senioren soll es einen Ansprechpartner in der Gemeindeverwaltung geben, der ihnen bei Fragen rund um Themen wie Rente und Pflege zur Seite steht und sie unterstützt. Dafür muss nicht unbedingt eine neue Stelle geschaffen werden. Die Aufgabe kann auch ein Verwaltungsmitarbeiter übernehmen, der Experte auf diesem Gebiet ist. Außerdem möchte ich Vereinen dabei helfen, spezielle Angebote für Senioren zu erarbeiten.

Was muss sich Ihrer Meinung nach in Ottrau grundlegend ändern?

Wir müssen auf jeden Fall Fördermöglichkeiten besser nutzen. In der Vergangenheit blieben die oft ungenutzt und damit sind Kosten im sechsstelligen Bereich entstanden. Außerdem möchte ich, dass die Bürger in Entscheidungen einbezogen werden. Der Bürgermeister muss alle zusammenführen und unterschiedliche Interessen integrieren.

Im Moment macht es den Anschein, als sei die Gemeinde im Tagesgeschäft gefangen. Als Bürgermeister muss man wissen, wo es hingehen soll und wie man seine Ziele – auch finanziell – erreichen möchte. Durch meine beruflichen Erfahrungen (Wettlaufer ist stellvertretender Referatsleiter für Bundesratsangelegenheiten im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Anm. d. Red.) weiß ich, wie Entscheidungen getroffen werden und wie Landesverwaltung funktioniert. Daher ist mir auch bewusst, wie ich vorgehen muss, um mit Anliegen Erfolg zu haben.

Warum sind Sie der geeignete Bürgermeister?

Ich stehe mitten im Leben und plane meine Zukunft in Ottrau. Deshalb habe ich ein großes Interesse daran, die Gemeinde so zu gestalten, dass ein Leben hier auch noch in 30 Jahren attraktiv ist. Man muss als Bürgermeister Ideengeber und Antreiber in einer Person sein. In der Vergangenheit ist das leider nicht optimal gelaufen. Ich werde mich konsequent auf allen Ebenen für die Interessen der Bürger und der Gemeinde einsetzen. Außerdem bin ich gut vernetzt, das unterscheidet mich von den anderen beiden Kandidaten.

Hier geht's zum Interview mit Ottraus Bürgermeister-Kandidat Norbert Miltz (parteilos).

Und hier geht's zum Bericht über Christoph Wahl aus Ottrau und dessen Absicht, seine Bürgermeister-Kandidatur zurückzunehmen.

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