Junges Leben auf dem Land: Fotografin Kathi Seemann stellt in der Kunsthalle Willingshausen aus

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Gemeinsam für die Malerkolonie Willingshausen (v.l.): Dirk Siemon, Bernhard Balkenhol, Matthias Haupt und Bürgermeister Heinrich Vesper bei der Vernissage von Kathi Seemann.

Drei Monate weilte Fotografin Kathi Seemann in Willingshausen, um sich intensiv mit der Jugend in der Großgemeinde auseinanderzusetzen. Während ihres Aufenthalts sind etliche Fotografien und eine Videoinstallation entstanden. Ihre Werke stellt die Stipendiatin in der Kunsthalle aus.

Willingshausen. Was macht das Leben auf dem Land aus, vor allem für junge Menschen? Dieser Frage ging Fotografin Kathi Seemann während ihres dreimonatigen Aufenthalts in Willingshausen nach. Zum Abschluss eröffnete die 46. Stipendiatin vergangenen Freitag ihre Ausstellung in der Kunsthalle Willingshausen, bei der ein Dutzend Fotografien sowie eine Video-Installation zu sehen sind.

„Es ist eine Ausstellung der besonderen Art“, sagte Bürgermeister Heinrich Vesper, denn Seemann habe sich für ihr Thema intensiv mit der Jugend in der Großgemeinde beschäftigt. Unter den 40 Gästen waren daher auch viele Jugendliche, beispielsweise Franziska Kern und Johanna Boppert von der Tanzgruppe Loshausen oder Eva Gringel und ihre Teamkameradinnen vom SV Antrefftal, die in dem Video zu sehen sind. „Kathi hat sich der Herausforderung gestellt und ihre Zeit genutzt“, bestätigte auch Kurator Bernhard Balkenhol das Engagement der Künstlerin.

„Sie hat mit ihrer Kamera nicht nur „klick“ gemacht, sondern etwas aus den dargestellten Personen herausgeholt“, so der Experte weiter. „Es war eine sehr gute Zeit hier“, zog die 29-Jährige Bilanz und blickte auf viele nette Begegnungen mit den Menschen der Region zurück. Sogar die Erfahrung im Hirtenhaus, nämlich dass man im winterlichen Februar gleich mehrmals am Tag Feuer machen musste, bliebe in schöner Erinnerung, erzählte sie augenzwinkernd.

„Für mein Auto suche ich noch einen Aufkleber von der Kirmes in Merzhausen“, lautete der außergewöhnliche Wunsch der Künstlerin, das zugleich die enge Beziehung zu ihren Protagonisten widerspiegelte. Matthias Haupt von der Sparkassen-Kulturstiftung, einer der Träger des Künstlerstipendiums, zeigte sich bei seinem ersten Besuch als neuer Geschäftsführer beeindruckt von der Arbeit in der Malerkolonie. Den Anwesenden konnte er die erfreuliche Zusage machen, dass diese Unterstützung auch für die kommenden zwei Jahre gesichert sei.

Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Juni in der Kunsthalle zu sehen, während dieser Zeit gibt es weitere ergänzende Veranstaltungen im Haus (Infos unter www.malerkolonie.de). Darüber hinaus werden vom 18. bis 28. Mai drei große Plakatwände in Wasenberg, Merzhausen und Loshausen mit Werken der Künstlerin aufgestellt.

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