Kampfmittelräumung am Ziegenhainer Wallgraben ist abgeschlossen

Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hatte den Start der Arbeiten am Wallgraben im Ziegenhain begleitet. Archivfoto: Landzettel
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Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann hatte den Start der Arbeiten am Wallgraben im Ziegenhain begleitet.

Nach der Freigabe des Kleinen Wallgrabens im vergangenen Jahr ist nun auch der Große Wallgraben wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Damit ist die Kampfmittelräumung rund um die historische Wasserfestung Ziegenhain abgeschlossen.

Schwalmstadt. Nach der Freigabe des Kleinen Wallgrabens im vergangenen Jahr ist nun auch der Große Wallgraben wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Damit ist die Kampfmittelräumung rund um die historische Wasserfestung Ziegenhain abgeschlossen, die heute als Justizvollzugsanstalt und als Standort für die Sicherungsverwahrung genutzt wird. Dies gab das Hessische Justizministerium vergangene Woche in einer Pressemitteilung bekannt.

565,28 Kilogramm Kampfmittel, darunter etwa 60 Kilogramm Nettoexplosivmasse wie 15 Sprenggranaten, 14 Handgranaten und sechs Panzer-/Gewehrgranaten sind in den letzten Jahren aus dem Wallgraben geborgen worden. Die Kosten belaufen sich auf rund 15,5 Mio. Euro. Für die Kampfmittelräumung wurden etwa 44.000 Quadratmeter Fläche untersucht, davon rund 41.000 Quadratmeter Wasser- und 3.000 Quadratmeter Landfläche.

„Mit der Öffnung des Großen Wallgrabens wird ein langes und wichtiges Kapitel abgeschlossen. Nachdem bei Sondierungsarbeiten im Jahr 2006 Kampfmittelreste im Wallgraben aufgefunden wurden, musste der Zugang zum Wallgraben im Jahr 2007 aus Sicherheitsgründen gesperrt werden “, so die Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann. Nach einem entsprechend aufwändigen Planungsverfahren begannen im Dezember 2016 die vorbereitenden Maßnahmen für die Kampfmittelräumung. Der Start der Hauptmaßnahme mit den Baggerarbeiten erfolgte im April 2017. Am 20. März 2019 konnte in einem ersten Schritt der Kleine Wallgraben nach Abschluss der Kampfmittelräumung wieder freigegeben werden.

Im Rahmen der Kampfmittelräumung Wallgraben wurden immer wieder auch besondere Fundstücke geborgen, die nach Beteiligung des Landesamtes für Denkmalpflege als teilweise kulturhistorisch bewertet wurden. Es wird aktuell geprüft, inwieweit diese Fundstücke ausgestellt werden können.

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