Fotostrecke: Karnevals-Komitee der Liedertafel Treysa gibt neues Prinzenpaar bekannt

1 von 25
2 von 25
3 von 25
4 von 25
5 von 25
6 von 25
7 von 25
8 von 25

Die fünfte Jahreszeit hat begonnen - auch in Schwalmstadt-Treysa. Und wie es sich für einen Karnevalsverein gehört, hat der KKdLT sein neues Prinzenpaar bekannt gegeben.

Die Narren des Karnevals-Komitees der Liedertafel Treysa (KKdLT) haben ihrem Namen alle Ehre gemacht. Denn sie haben in diesem Jahr nicht am 11.11. die fünte Jahreszeit begonnen, sondern schon einen Tag früher. „Auch wenn ihr einen Pfeil auf uns schießt, der 11.11. ist immer dann, wenn es der Vorstand beschließt“, sagte Komitee-Chef Günter Felgenhauer selbstbewusst in seiner Rede.

Und die Entscheidung fällte der Vorstand nicht ohne Grund. Da der 11. November auf einen Sonntag fiel, wäre der Start in die Arbeitswoche den meisten feierfreudigen Karnevalisten wohl schwer gefallen. So wurde der 10.11. zum offiziellen Start in die neue Session – passend zum diesjährigen Motto „Die Welt, die ist ein Irrenhaus, wir Treeser Narren halten das aus“.

Kathrin Lohr las zum zweiten Mal das Protokoll und nahm dabei kein Blatt vor den Mund. Gute Auftritte fanden bei ihr lobende Worte, mit Kritik sparte sie aber auch nicht. So hatte sie vor allem für Bürgermeister Stefan Pinhard einen kleinen Tipp, der laut Lohr zwar eine inhaltlich gute Rede auf der Prunksitzung gehalten hatte, dabei aber immer leiser und leiser wurde: „Kommt man in solch eine Situation: Zähne auseinander und ran ans Mikrofon.“

Die Jecken vom Rückstaubecken sorgten mit guter Musik und lustigen Texten wieder für ausgelassene Stimmung und vor allem viele Lacher. Julian Hofer schmiss sich in blonde Perücke und weiß-schwarzes Tutu, um Mathias Geb, Dr. Bernd Adam, Karl-Heinz Aringer, Levi Staab und Merlin Staab mit seiner Showeinlage zu unterstützen. Dass einer unter ihnen in diesem Jahr den Präsidentenorden erhalten sollte, war ihnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht bewusst.

Als Aringer aber wieder aus dem Kostüm und in seinen schicken Anzug geschlüpft war, durfte der überraschte Polizist auf dem Ehrenstuhl Platz nehmen. Nachdem ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert wurde, erklärte Sitzungspräsident Thorsten Trebing kurz und knapp, warum Aringer den Orden erhalten hat: „Es soll Dir zeigen, wir im Verein können Dich gut leiden.“

Dafür gab’s außerdem noch eine Kiste Schwalm Bräu. Um Bier und Alkohol ging es auch bei Udo Lohr, der es wie immer verstand, mit geschickten Wortspielen sein Publikum zum Lachen zu bringen. So nahm er es lallend mit auf eine Kneipentour durch Treysa und Ziegenhain, zog vom Pegasus in die Wache und versicherte dabei Bürgermeister Pinhard: „Brauchst keine Angst zu haben, das Rathaus kommt nicht vor. Wobei, Flaschen wären da ja... ach egal.“

Das nächste Highlight wartete in Form von neun Gardistinnen, die den gespannten Gästen einen Teil ihrer Revue präsentierten. Funkenmariechen Theresa Knoche überzeugte dabei gewohnt mit ihrer Ausstrahlung sowie perfekten Schritten und legte dazu noch eine tolle schauspielerische Leistung ab.

Spät am Abend sollte endlich das wohl behütete Geheimnis gelüftet werden, wer das neue Prinzenpaar ist. Verkleidet als Teletubbies trat das Prinzenpaarfindungskomitee – bestehend aus Felgenhauer, Trebing und Alexander George – ans Mikrofon und spannte die Karnevalisten noch länger auf die Folter.

Als endlich die Strahlen der Sonne des Teletubbielands auf dem neuen Prinzenpaar landeten, sprangen alle jubelnd auf: Christian Jatzko und Sina Jonasson sind die Nachfolger von Maike I. von den Gardeflämmchen und Christian I. vom Junker-Hansen-Turm (bürgerlich Maike und Christian Drescher). In ihrer ersten Rede stellten sich die beiden Hoheiten als Christian II. vom Grenzebachtal und Sina I. aus der Lüneburger Heide vor. Auch ihr fünfjähriger Sohn erhielt einen Adelstitel und darf sich nun Mattis II. von den Kolibri-Kids nennen.

Doch der Weg auf den Thron wäre beinahe gescheitert. Zu viele Gründe sprachen dagegen, neues Prinzenpaar zu werden. Landärztin Sina I. ist beruflich eingespannt und auch Christian II. packt in der Praxis seiner Frau mit an. „Außerdem wollte ich nie auf die Bühne“, gab Sina I. im Gespräch mit unserer Zeitung zu. Im Hintergrund habe sie ihren Prinzen bei allen närrischen Aufgaben gerne unterstützt. Der springt nicht nur als Gazelle über die Bühne, sondern war auch einige Jahre Johannismann.

Doch Felgenhauer, Trebing und George ließen nicht locker und überzeugten sie letztendlich doch. „Meine Frau ist zwar ne harte Nuss, aber ich weiß ja wie ich’s machen muss“, sagte Jatzko. „Der erste Auftritt war auch gar nicht so schlimm wie erwartet“, räumte Sina I. ein.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Video und Fotos: CastAct-Künstler sangen in der Immichenhainer Klosterkirche

Vier Stimmen für ein Hallelujah: Künstler der CastAct Entertainment GbR begeisterten am zweiten Adventssonntag in der Immichenhainer Klosterkirche.
Video und Fotos: CastAct-Künstler sangen in der Immichenhainer Klosterkirche

Mehrere Tausend Besucher beim Hephata-Weihnachtsmarkt in Treysa

Die konnten an etwa 70 Marktständen schöne Deko und Geschenke kaufen.
Mehrere Tausend Besucher beim Hephata-Weihnachtsmarkt in Treysa

Erster Planungsentwurf vorgestellt: Neukirchener Steinwaldstadion soll für 1,3 Millionen saniert werden

Das Steinwaldstadion in Neukirchen soll im kommenden Jahr saniert werden. Dafür werden rund 1,3 Millionen Euro fällig. Am vergangenen Donnerstag wurde ein erster …
Erster Planungsentwurf vorgestellt: Neukirchener Steinwaldstadion soll für 1,3 Millionen saniert werden

Schwälmer Jahrbuch ist ab sofort erhältlich

Das Buch hat wieder mal viele interessante Geschichten aus der Schwalm parat.
Schwälmer Jahrbuch ist ab sofort erhältlich

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.