Kinder stellen Werke der "Kunstmomentma!" in Treysa aus

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Aus Pappe und Papier haben Kinder beim Projekt "Kunstmomentma!" tolle Werke hergestellt und sie in der Treysaer Totenkirche ausgestellt.

Treysa. Fantasiewelten, Tiermasken und jede Menge Figuren – auf der Vernissage der „Kunstmomentma!“ in Treysa gab es am Freitag einiges zu sehen. 20 Kinder hatten am gemeinsamen Projekt der Stadtjugendpflege Schwalmstadt und dem Förderkreis Kinder in Schwalmstadt teilgenommen und sich drei Tage lang mit Kunst beschäftigt.

Am ersten Tag besuchten sie die documenta14 in Kassel, um sich mit zeitgenössischer Kunst zu befassen und Inspiration zu sammeln. Denn die Kinder zwischen acht und 13 Jahren sollten ab dem zweiten Tag selbst produktiv werden. Angeleitet von Kristin Lohmann (Bildhauerin) und Dr. Jule Hillgärtner (Direktorin des Kunstvereins Braunschweig), konnten die jungen Künstler ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ausgangsmaterial war Papier und Pappe, um das eigentliche Objekt und nicht die Werkstoffe in den Vordergrund zu stellen.

Schnell entwickelten die Teilnehmer eigene Ideen. In der Totenkirche präsentierten sie am Freitagnachmittag stolz einen Teil ihrer Arbeiten. Auffällig war dabei, dass sich keines der Kunstwerke glich. Sie trugen alle die individuelle Handschrift des einzelnen Kindes. Lea Stenzel hatte einen großen Einhornkopf zum Aufsetzen gebastelt. „Ich mag Einhörner und wollte mir unbedingt ein Kostüm basteln“, erzählt die Achtjährige im Gespräch mit unserer Zeitung. Zwei Mädchen hatten außerdem aus Papier, Pappe, Eistee-Granulat, Gummibändern und Schnüren Instrumente gebastelt. Die Rasseln, Trommeln und Gitarren durften die Besucher selbst ausprobieren.

Gemeinsames Werk bildet Abschluss

Auffällig war ebenfalls das große Fliegerraumschiff von Elias Paschke. Begeistert erklärte er jedem Vernissage-Besucher die Details seines Werkes. Ein großer Karton bildete den Flugkörper, kleinere Elemente benutzte der Achtjährige, um die Triebwerke darzustellen. Da er sich nicht selbst in seine Konstruktion setzen wollte, fanden kurzerhand zwei seiner Kuscheltiere Platz darin.

Während viele Besucher durch die Totenkirche schlenderten und die Werke bestaunten, ritzten andere mit einer Handsäge Muster in eine Papierrolle. Nachdem jeder einmal Hand anlegen konnte, wurde der gemeinsame „Japanische Scherenschnitt-Teppich“ entrollt. Nicht nur die Kinder freuten sich über das Ergebnis. Auch die Erwachsenen waren erstaunt darüber, was aus Papier, einer Handsäge und vielen Menschen entstehen kann. Einige Projekte können noch bis Mitte August in der Stadtsparkasse in Treysa besichtigt werden.

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