Kinofilm "Fifty Shades of Grey" wird zum Renner - nicht nur am Valentinstag

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„Der Film kommt beim Publikum gut an. Wie zu erwarten, ist er auf Platz 1 der Kino-Charts. Wir haben auch schon viele Karten-Reservierungen für Valentinstag“, freut sich Kinobetreiber Peter Unger.

Wie wäre es am Valentinstag mit knisternder Erotik? Die gibt es am heutigen Mittwoch, 14. Februar, um 20 Uhr, auf Großbildleinwand – nämlich im Treysaer Kino Burgtheater. Dort läuft seit zwei Wochen der dritte Teil der beliebten Film-Trilogie „Fifty Shades of Grey“. Wie die beiden ersten Teile auch, kam der letzte Teil der Sadomaso-Romanze natürlich pünktlich zum Valentinstag in die deutschen Kinos.

Der neueste Teil von Regisseur James Foley hat unter dem Namen „Befreite Lust“ an seinem Eröffnungswochenende in den USA und in Kanada rund 38,8 Millionen Dollar, also etwa 32 Millionen Euro, eingespielt. „Fifty Shades of Grey“ gilt – neben Blumen, Schmuck und leckerem Essen – nicht grundlos als einer der Valentinstags-Klassiker. Ein Jahr nach der jüngsten Verfilmung der Bestseller von Schriftstellerin E. L. James, erfahren Film-Fans endlich, wie die Lovestory zwischen dem erfolgreichen Multimillionär Christian Grey (Jamie Dornan) und der jungen Studentin Anastasia (Dakota Johnson) weitergeht. Erzählt wird unter anderem deren Traumhochzeit.

Als Christian erklärt, seine Hand und sein Herz bis ans Ende seiner Tage einzig und allein Anna zu geben, dürften wohl vor allem die weiblichen Kinogänger in ihren Sesseln dahinschmelzen. Für die Herren im Publikum gibt’s die attraktive Anna in figurbetontem Brautkleid aus weißer Spitze.

Danach wird’s rasant: Verfolgungsjagden mit Luxus-Karossen, abgebrochene Flitterwochen an der Côte d'Azur. Wer auf viele prickelnde und unerwartete Momente hofft, der wird den Kinosaal am Ende der 106 Minuten wohl eher gelangweilt wieder verlassen müssen. „Befreite Lust“ punktet eher durch glanzvolle, stilisierte Bilder. Die gekonnten Aufnahmen von einer romantischen Hochzeit, von Ausflügen mit dem Privatjet und von Fahrten mit dem Jetski am Meer bestimmen den Film.

Erotische Liebesspielchen und ein Hauch Sadomaso werden dazwischengestreut. Um etwas Spannung in die Geschichte zu bringen, taucht Anas Ex-Chef Jack Hyde (Eric Johnson) auf. Der ist auf Rache aus. Zuerst versucht er Ana, und als das nicht klappt, Christians Schwester Mia (Rita Ora) zu entführen. Doch die eigentliche Bedrohung für das Glamour-Paar lauert woanders. Ana ist ungewollt schwanger.

Egoist Christian kann sich mit der Rolle als angehender Vater nicht identifizieren. Seine Reaktion zur Schwangerschaft schafft eine merkwürdige Distanz zum Publikum. Seine Aussage „Ich bin nicht bereit, dich mit irgendjemandem zu teilen“ soll wohl den märchenhaften Charakter dieser Liebesgeschichte aufrecht erhalten. Der Versuch allerdings scheitert kläglich. Anas Antwort „Du hast Angst, ein lausiger Vater zu sein. Aber das bist du nicht“ soll das Märchen von Aschenputtel im Hochglanzformat wohl endgültig retten.

Für aufgeklärte Frauen und Männer und für glückliche Eltern ist der Film dank etlicher Klischees (Eincremen am Strand, gemeinsames Eisschlecken, nackte Oberkörper) eher eine Zumutung. Wer sich allerdings an schönen Hochglanzbildern, dem luxuriösen Leben und an Sexszenen erfreuen oder sich anhand einiger Klischees einfach nur amüsieren möchte, der darf „Fifty Shades of Grey – Befreite Lust“ nicht verpassen.

Im Treysaer Kino Burgtheater läuft der Film noch bis zum 28. Februar. Freigegeben ist er ab 16 Jahren. Infos und Reservierungen unter Tel. 06691-20478

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