Klosterkirche Immichenhain: Sören Flimm und Cast-Act begeistern

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Sorgten während ihres Adventskonzert in der Klosterkirche in Immichenhain für Gänsehaut-Momente am zweiten Advent (v.li.): André Flimm, Tobias Geißel, Ina Yasmin Kraus und Sören Flimm. Fotos: Seeger

Adventskonzert von Sören Flimm und den Cast-Act-Künstler Ina Yasmin Kraus, André Flimm und Tobias Geißel in der Klosterkirche Immichenhahin.

Immichenhain. Konzerte von Sören Flimm sind stilvoll, unterhaltsam, hochwertig und kurzweilig. Und oft sind sie lustig. So auch am vergangenen Sonntag, dem zweiten Advent, als Flimm – zusammen mit den Cast-Act-Mitgliedern Ina Yasmin Kraus, André Flimm und Tobias Geißel – zum Adventskonzert in die Immichenhainer Klosterkirche eingeladen hatte. Sören Flimm führte als Keyboarder, Sänger und Moderator in Personalunion durch den Abend – oft frech und lustig, manchmal ernst und nachdenklich, aber immer sympathisch.

In der mit Weihnachtsbaum, Stern und Kerzenschein hergerichteten Kirche entwickelte sich eine stimmungsvolle und gemütliche Atmosphäre. Weil viele Teil des Konzerts sein wollten und freie Plätze rar waren, rückten die Zuhörer auf ihren Bänken dicht zusammen. Dann eröffnete Flimm das Konzert und leitete die erste Konzerthälfte aus klassischen und neu interpretierten Weihnachtsliedern und bekannten Songs, die zur kalten Jahreszeit passen, ein. Immer wieder wechselten die Musiker ihre Instrumente – mal spielten und sangen sie Solo, mal zu zweit, zu dritt oder gar zu viert. Zu hören gab es unter anderem "Alle Jahre wieder", "Let it snow" und "Die Schöne und das Biest". Für den ersten Gänsehautmoment sorgten die Brüder Sören und André Flimm, als sie im Duett das lateinische Gebet "Ave Maria" sangen.

Glückliche Gewinnerin sahnt Wohnzimmer-Konzert ab

Mit seinem Instrumental-Medley aus fünf Weihnachtssongs animierte Sören Flimm die Zuhörer zum Augenschließen und Abschalten. Spätestens zu diesem Zeitpunkt hielt die Besinnlichkeit Einzug ins Gotteshaus. Was da noch niemand ahnte: Im Anschluss gab es ein spannendes Gewinnspiel. Der Preis: Ein 45-minütiges Cast-Act-Konzert im Wohnzimmer der späteren, glücklichen Gewinnerin. "Sö hört ihr mir zu", frotzelte Flimm mit einem Augenzwinkern, als sich herausstellte, dass niemand die fünf Titel erkannt oder sie sich gemerkt hatte. Und so reichte die Nennung von nur drei Titeln zum Gewinn. Nachdenklich wurden die Zuhörer schließlich bei John Lennons "Happy X-Mas (War is over)". Zuvor hatte Flimm auf die aktuellen Herausforderungen in der Europa-Politik angespielt.

Konzertpause als unterhaltsamer Programmpunkt

Anschließend wurde selbst die Konzertpause zum interessanten Programmpunkt. Denn während die Musik drinnen für gut 20 Minuten verstummte, genossen die Konzertbesucher draußen am Stand des Frauenstammtisches heißen Glühwein und leckere Brezeln bei Kerzenschein. Dichtes Gedränge herrschte auch vor dem Fotobooth – einer großen Box mit integrierter Kamera. Mit reichlich Reqisiten ausgestattet, machten die Besucher Erinnerungsfotos. Die wurden später von den Cast-Act-Künstlern via E-Mail zu den jeweils abgelichteten Konzertbesuchern gesendet – eine nette Idee, die für jede Menge Auflockerung sorgte.

Im zweiten Konzertabschnitt gab es schließlich die Hits aus bekannten Disney-Filmen zu hören. So probierte es André Flimm mit Gemütlichkeit und brachte das Publikum zum ausgelassenen Mitklatschen. Ina Yasmin Kraus schlüpfte in die Rollen der Ariel und der Eiskönigin. Tobias Geißel begleitete auf der Gitarre und dem Cajón.Und Sören Flimm? Der sorgte mal wieder für Erheiterung, als er sich "rein  köperlich" mit dem griechischen Heros Herkules gleichstellte. Beim Konzert-Höhepunkt ("Sound of Silence" von Simon and Garfunkel) bewies dann auch das Publikum seine Textsicherheit. Nach dem lang anhaltenden Applaus setzten die vier Künstler noch einen drauf und huldigten dem kürzlich verstorbenen Sänger Leonard Cohen mit dessen unvergessenem Song "Hallelujah".

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