Konzept Glamping: Gastronom Schimek will einen außergewöhnlichen Zeltplatz im Neukirchener Stadtpark

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Hoffen, ihr geplantes Projekt auf dem Sportplatz im Neukirchener Stadtpark umsetzen zu dürfen: Patrycja und Roland Schimek. Die Pfoten drückt auch ihr Hund Polly.

Schon bald wird der Sportplatz im Neukirchener Stadtpark ausgedient haben. Dann ziehen die Fußballer des SC Neukirchen auf ihren neuen Kunstrasenplatz um. Doch was passiert mit dem bisherigen Sportplatz, der "Knüllkampfbahn". Geht es nach Roland Schimek könnte hier ein Glamping-Zeltplatz entstehen.

„Das ist erst der Anfang. Das kommt dann noch richtig ins Rollen“, schwärmt Roland Schimek. Der Blick des Gastronomen schweift über den Sportplatz im Neukirchener Stadtpark. Es geht um die Frage, wie es mit der „Knüllkampfbahn“ weitergeht. Die bisherige Spielstätte des örtlichen Fußballclubs wird schon bald ausdienen. Dann werden die Neukirchener Fußballer ihre Trainingseinheiten und Spiele ausschließlich auf dem erneuerten Kunstrasen im Steinwaldstadion und in Röllshausen absolvieren.

Und im Stadtpark, wo der traditionsreiche SCN in den 1990er Jahren in der Regionalliga auf Punktejagd ging? Geht es nach Schimek, soll dort ein großer Glamping-Zeltplatz entstehen. Der Betreiber des Restaurants „Zum hungrigen Wolf“, das sich direkt neben dem Sportplatz befindet, hat ein Konzept entwickelt. Von dessen Realisierung könnte nicht nur der Restaurant-Betreiber profitieren.

Übernachtungsgäste seien immer ein Gewinn für die Stadt. „Die setzt ja ohnehin auf Tourismus. Und dann müssen wir eben auch Übernachtungsmöglichkeiten anbieten können“, bringt es Schimek auf den Punkt. Mit seiner Idee des Glampings (siehe EXTRA-INFO unten) will er abenteuerlustige Familien in die Knüllstadt locken. „Mit dem Reisemobilpark im Urbachtal und klassischen Hotelzimmern in der Stadt haben wir bereits Angebote für Mittelschicht und gut situierte Gäste. Der Glamping-Zeltplatz wäre eine günstige Alternative für alle, die außergewöhnlich übernachten möchten“, erklärt Schimek.

Schlaffässer wie dieses möchte Schimek im Stadtpark aufstellen. Sie sollen Gästen eine außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit bieten.

Direkt am Bahnradweg Rotkäppchenland gelegen könnte das Areal vor allem Radfahrern und Wanderern ein kurzfristiges Dach über dem Kopf bieten. Neben der Möglichkeit, klassische Zelte aufstellen zu können, will Schimek aber auch einen ganz besonderen Anreiz schaffen: Sollte er sein Projekt umsetzen dürfen, dann möchte der kreative Unternehmer zunächst etwa fünf Schlaffässer und ein paar Sternzelte auf dem Gelände platzieren.

„Nach und nach kann der Park dann noch erweitert werden.“ Eine geringe Übernachtungsgebühr soll Familien aus der nahen Umgebung und aus der Ferne anlocken. „So ein Angebot gibt es entlang des Radwegs noch nicht. Außerdem liegt Glamping voll im Trend“, so Schimek. Weil sich vor allem E-Bikes immer größerer Beliebtheit erfreuen, nehmen auch immer mehr Gäste weite Fahrten auf sich. „Das heißt: Das Einzugsgebiet der Stadt Neukirchen wird dank des Radwegs größer“, sagt Schimek. Eine infrastrukturelle Grundlage sei bereits vorhanden.

Die Toiletten müssten allerdings umgebaut werden. Duschräume sollen entstehen. Die bisherigen Auswechselhäuschen von Heim- und Gastmannschaft sollen zu Insektenhotels umfunktioniert werden. „Und es soll noch ein Lebendzaun entstehen. Alles übrigens unter Aspekten des Naturschutzes. Hier sind beispielsweise keine großen Fundamente vorgesehen“, erklärt Schimek. In einer Ecke des Areals plant der Gastronom ausreichend Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. Dort könnten etwa Beachvolleyball- und Federballspielflächen entstehen.

Möglichkeiten zur Verpflegung gebe es vor Ort genug. Und auch die Innenstadt samt Fußgängerzone sei schnell per Pedes oder mit dem Rad zu erreichen.

Die kalkulierten Kosten

Um sein Konzept in die Tat umsetzen zu können, bedarf es entsprechender Entscheidungen in den politischen Gremien. Die ausgediente Heimspielstätte des SC Neukirchen ist Eigentum der Stadt. Für den Erwerb der 16.500 Quadratmeter großen Fläche will Schimek ein Kaufangebot abgeben.

Die erforderlichen Maßnahmen für Wegebau kalkuliert er mit rund 10.000 Euro. Die Kosten für die Einzäunung schätzt der Unternehmer auf gut 4.000 Euro. Kosten pro Schlaffass: 4.000 Euro. Die Sanierung der Sanitäranlagen, eine Fahrradgarage und die nötigen Elektroinstallationen kalkuliert Schimek auf etwa 31.000 Euro.

Hinzu kämen kleinere Anschaffungen, ein Obstgarten, weitere Bepflanzungen und der Umbau seines Hexenkessels – eine urige Bude im Biergarten des „Hungrigen Wolfs“. Geschätzte Gesamtinvestitionskosten: rund 106.500 Euro. Von seinem Konzept möchte Schimek nun die politischen Vertreter Neukirchens überzeugen. Im Herbst soll es zunächst zu einer Ortsbegehung durch den Magistrat kommen.

Bei Schimeks Konzept handelt es sich nicht um das einzige. Jugendliche wünschen sich einen Bikepark, um ihrem Extremsport in Neukirchener nachgehen zu können. Einen Bericht dazu lesen Sie hier.

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