Eva Kühne-Hörmann besuchte an Heiligabend die JVA Schwalmstadt

Hoher Besuch in der JVA Schwalmstadt: Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann dankte den Beamten für ihre schwierige Arbeit. Foto: Köster

Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann besuchte an Heiligabend die Mitarbeiter der JVA Schwalmstadt.

Ziegenhain. Während man sich an Weihnachten für gewöhnlich über ein paar freie Tage freut, geht der Dienst für die Justizvollzugsbeamten im Gefängnis Ziegenhain kontinuierlich weiter.

Ähnlich wie im Krankenhaus oder in wichtigen Versorgungsunternehmen, muss auch hier der Betrieb aufrecht erhalten werden – doch die Situation ist noch einmal anders. Für die Gefangenen bedeutet es, von ihrer Familie getrennt zu sein, was bei einigen schon für gedämpfte Stimmung sorgt.

Obendrein sind die Werkstätten über die Feiertage geschlossen, sodass viele Häftlinge verstärkt ins Grübeln kommen – lediglich ein Skat-Turnier oder der Weihnachtsgottesdienst gehören zu den wenigen Abwechslungen. Dies überträgt sich auf die gesamte Gemütslage innerhalb der Haftanstalt, daher gilt für die Bediensteten besondere Aufmerksamkeit und Sensibilität.

Weihnachtsbesuch ist schon lange Tradition

Hessens Justizministerin Eva Kühne-Hörmann ließ es sich deshalb nicht nehmen, den Mitarbeitern persönlich einen Besuch abzustatten. An Heiligabend besuchte sie die JVA Schwalmstadt. Anstaltsleiter Jörg Bachmann und ein kleiner Teil der Belegschaft begrüßten die Ministerin im Konferenzsaal. "Es hat eine lange Tradition, an Weihnachten die Beamten im Schichtdienst zu besuchen", sagte Kühne-Hörmann und gab jedem persönlich die Hand.

"Das ist eine außergewöhnliche Situation für sie, da die Gefangen in dieser Zeit besonders emotional sind", war sie sich bewusst. Personalratsvorsitzender Hans-Joachim Rabich bestätigte die angespannte Gefühlslage. So sei in dieser Zeit unter anderem der Sozialdienst häufiger gefordert. "Erst gestern mussten wir einem Gefangenen den Brief von seiner Frau geben, in dem sie ihm mitteilte, dass sie sich von ihm trennen will", nannte Bachmann ein trauriges Beispiel.

"Wie bei vielen Familien draußen, gibt es auch bei uns an Heiligabend Würstchen mit Kartoffelsalat", gab Küchenchef Gerd Conradi einen Einblick in den Speiseplan. "Am ersten Weihnachtstag haben wir ein Highlight auf dem Teller – halbe Hähnchen, die stehen ganz hoch in der Gunst", wusste er aus langjähriger Erfahrung.

"Herzlichen Dank für ihren schweren Dienst", sagte die Ministerin zum Schluss und überreichte einen süßen Weihnachtsgruß aus der Landeshauptstadt. Nach einem gemeinsamen Foto im Innenhof, begab sie sich mit dem Anstaltsleiter auf einen kleinen Rundgang zu den Beamten, die aus Sicherheitsgründen permanent auf ihren Posten bleiben mussten.

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