Landrat Becker besucht Betriebe des Schwalm-Eder-Kreises

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Erste Station der Landratstour war die Premium-Manufaktur von Klaus Hünerkopf in Neukirchen (v.li.): Jürgen Kaufmann (Vizelandrat), Klaus Hünerkopf (Firmeninhaber), Rainer Hahne (Chefredakteur der Extra Tip-Mediengruppe), Tatjana Grau-Becker (stellvertretende Fachbereichsleiterin Amt für Wirtschaftsförderung), Kirsten Kühnemund (Fachbereichsleiterin der Zentralverwaltung Schwalm-Eder), Stephan Bürger (Mitarbeiter Öffentlichkeits- und Pressearbeit), Winfried Becker (Landrat), Michael Schneider (Büroleiter der Kreisverwaltung Schwalm-Eder). 

Landrat Becker und Vizelandrat Kaufmann touren durch den Schwalm-Eder-Kreis, um sich über dessen Betriebe zu informieren.

Von VANESSA VON LENGERKEN

Neukirchen/Oberaula. Am Donnerstag ging es für Landrat Winfried Becker und Vizelandrat Jürgen Kaufmann auf Initiative der Extra Tip-Mediengruppe, zu der auch der SCHWÄLMER BOTE gehört, auf Tour durch den Schwalm-Eder-Kreis. Besucht wurden vier Betriebe in Neukirchen und Oberaula.

Da geht ein Vizelandrat gerne duschen. Jürgen Kaufmann im Luxus-Wohnmobil.

Rainer Hahne (Chefredakteur der Extra Tip-Mediengruppe), Michael Schneider (Büroleiter der Kreisverwaltung Schwalm-Eder), Eckhard Knauff (Visuelle Kommunikation und Mediaplanung), Stephan Bürger (Mitarbeiter Öffentlichkeits- und Pressearbeit), Rainer Geisel (Fachbereichsleiter Amt für Wirtschaftsförderung), Kirsten Kühnemund (Fachbereichsleiterin der Zentralverwaltung) und Tatjana Grau-Becker (stellvertretende Fachbereichsleiterin Amt für Wirtschaftsförderung) begleiteten Becker und Kaufmann.

Erster Stopp war das 1955 gegründete Unternehmen “Klaus Hünerkopf Neukirchen”. Der Betrieb ist spezialisiert auf die Herstellung, die Montage und den Verkauf von innovativen Produkten in den Bereichen Ladenbau und hochwertigen Innenausbau. Bis zu 80 Mitarbeiter bearbeiten die ausgefallensten Aufträge auf der ganzen Welt.

Als Erweiterung der Produktpalette begann Inhaber Klaus Hünerkopf 2000 mit dem Um- und Ausbau von hochwertigen Reisemobilen – und entdeckte damit eine erfolgreiche Nischenbranche, er probiert gerne aus und ist risikobereit: „Angst ist doch nur Gefühlssache.“

Besonders begeistert war Landrat Becker von dem imposanten Wohnmobil, das in einer der Hallen zum Bestaunen einlud: „Wenn man es das erste Mal sieht, ist man verliebt. So ging es mir auf jeden Fall.“ Kaufmann ließ es sich nicht nehmen und stieg unter die Dusche des luxuriösen Wohnmobils.

Seine Inspiration kommt Hünerkopf in Gesprächen: „Ich höre Leuten gerne zu, lasse mir erzählen, welche Probleme sie haben und überlege dann, wie ich helfen kann.“ Mittlerweile betreibt Hünerkopf ein paar hundert Meter weiter auch den Reisemobilpark Urbachtal mit bis zu 49 Stellplätzen – der zweiten Anlaufstelle an diesem Tag. Seit der Eröffnung im April 2015 kamen bereits rund 20.000 Gäste.

Nächster Stopp war „Werkzeugbau Weidemann“ in Oberaula. Das Familienunternehmen um Werkzeugmachermeister Werner Weidemann und seinen 15 Mitarbeitern produziert seit 1980 im Bereich Werkzeug- und Formenbau, Sondermaschinen- und Prototypenbau.

Mittlerweile ist der Oberaulaer Betrieb ein Unternehmen mit globaler Ausrichtung, das schon einen Griff für den Bugatti Veyron mit 1001 PS produziert hat, der die männlichen Besucher ins Schwärmen brachte. Sie produzierten zudem aus Scherz einen Schnapsdosieraufsatz für Flaschen, der heute ein Dauerbrenner ist.

Was als Scherzartikel für Weidemann begonnen hat, ist nun ein Dauerbrenner und dient für Kunden als Mitbringsel: Ein Dosieraussatz aus Plastik für Schnapsflaschen.

Trotz der erfolgreichen Auftragslage sehe Weidemann etwas beunruhigt in die Zukunft. „Ich finde kaum Auszubildende. Nächstes Jahr würden wir gerne Werkzeugmechaniker ausbilden, aber bisher interessiert sich kaum ein Realschüler für eine Ausbildung. Im Elternhaus wird denen ja eingetrichtert, sie müssen Abitur machen und studieren.“

Diesen Trend bestätigt Kirsten Kühnemund und schlägt vor: „Man muss schon frühzeitig in den Schulen das Interesse für so eine technische Ausbildung wecken.“ Weidemann sei bereit, etwas Geld in die Hand zu nehmen und würde eine duale Ausbildung selbst finanzieren. „Der Auszubildende könnte in den Semesterferien dann in unserem Betrieb praktische Erfahrungen sammeln.“

Eckhard Knauff unterstützt diese Idee: „Das schafft natürlich auch eine stärkere Identifizierung mit dem Betrieb.“ Becker und Tatjana Grau-Becker sind sich einig, dass der Kreis in Zukunft dabei helfen muss, solche kleinen Betriebe vor allem in Schulen bekannter zu machen. So werden potenzielle Auszubildende aufmerksam.

Letzte Station war dann das Flair Hotel Zum Stern, das unter Inhaberin Elke Lepper mehrere Auszeichnungen für den Tagungsbereich erhielt. Es lädt zum Erholen und Entspannen ein. Besonders sein neu eingerichteter Gebäudetrakt und die innovative Raumausstattung zieht viele Besucher an. Bei gemütlicher Atmosphäre, leckerem Essen und netten Gesprächen ließen alle die Landratstour ausklingen.

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