Leerstand in Schwalmstadt: Parlament beschließt neues Förderprogramm

+
Schwalmstadt hat nicht nur auf dem Treysaer Marktplatz mit Leerstand zu kämpfen.

Dem Leerstand in Schwalmstadt soll es an den Kragen gehen. Die Stadtverordneten haben in ihrer jüngsten Sitzung ein Förderprogramm zur Reduzierung von leerstehenden Gebäuden beschlossen.

In ihrer jüngsten Sitzung hat die Stadtverordnetenversammlung Schwalmstadts ein Förderprogramm zur Beseitigung bzw. Vorbeugung von Leerständen von Ladenlokalen und Geschäftsimmobilien beschlossen. Schon Ende Juni des vergangenen Jahres wurde der Magistrat beauftragt, ein Konzept zur Leerstandsreduzierung zu erstellen.

Am Donnerstag vergangener Woche wurde den Parlamentariern ein auf das Jahr 2018 befristetes Förderprogramm mit entsprechenden Förderrichtlinien vorgelegt, dem die Stadtverordneten einstimmig zustimmten. Laut Beschluss soll zunächst eine Bestandserfassung stattfinden. Dann soll der Kontakt zu Eigentümern, Maklern und Banken aufgenommen werden. Zusammen sollen die Möglichkeiten auf Zwischennutzungen geprüft werden. Es folgen: Verbesserungsvorschläge zur Erhöhung der Vermietfähigkeit, intensive Kommunikation zwischen Eigentümern, Maklern, Banken, Investoren und potentiellen mietern.

In einem weiteren Schritt soll eine Datenbank erstellt und ständig aktualisiert werden. Darin sollen Daten, Zahlen und Fakten enthalten sein, die zur Akquisition und Vermietung von Geschäftsräumen wichtig sind. Im Leerstandskataster werden aktuelle Angebote dann auf einen Blick dargestellt. Ansprechpartner sind Tanja Damm vom Virtuellen Gründerzentrum (VGZ) und der Fachbereich „Wirtschaftsförderung“.

Gefördert werden sollen gewerbliche Immobilien im Raum Schwalmstadt, die bereits leer stehen oder durch erfolgte Kündigung des Mietverhältnisses bald leer stehen werden. Antragsberechtigt ist, wer einen Leerstand durch Aufnahme einer Geschäftstätigkeit beseitigt. Demjenigen wird eine Starthilfe in Form eines Mietzuschusses gewährt.

Die monatlichen Zuschüsse sind wie folgt gestaffelt: bis zu 250 Euro für Einheiten bis 75 Quadratmeter Nutzfläche, 300 Euro für Einheuiten bis 125 Quadratmeter und 400 Euro für größere Einheiten. Der Förderzeitraum beträgt zwölf Monate. Armin Happel (CDU) gab zu bedenken: „Was früher schöne Ladenlokale waren, darf heute nicht bloßer Lagerraum und dafür noch bezuschusst werden.“

Aus selbem Grund bittet Michael Knoche (FWG) darum, die Förderrichtlinien in Zukunft noch weiter zu konkretisieren, damit kein Missbrauch von Zuschüssen stattfinden kann. Die Richtlinien treten am 1. Januar 2018 in Kraft. Die Haushaltsmittel für die Umsetzung des Förderprogramms (25.000 Euro) werden im Haushalt 2018 veranschlagt.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Auf Promi-Wunsch nach Kalifornien: Sopranist Oswald Musielski aus Willingshausen singt in San Francisco

Seine Stimme bringt ihn auf die großen Bühnen der Welt. Doch oft singt Sopranist Oswald Musielski auch vor einem kleinen, ausgewählten Publikum. So auch kürzlich, als …
Auf Promi-Wunsch nach Kalifornien: Sopranist Oswald Musielski aus Willingshausen singt in San Francisco

Schrecksbach: Diebe klauen Getriebe eines Mähdreschers

Unbekannte Diebe haben das Getriebe eines Mähdreschers in Schrecksbach abmoniert und gestohlen. Jetzt bittet die Polizei um Zeugenhinweise.
Schrecksbach: Diebe klauen Getriebe eines Mähdreschers

30 Jahre Landmetzgerei Luckhardt: In Seigertshausen wird ein Wochenende lang gefeiert

Die Metzgerei Luckhardt im Neukirchener Stadtteil Seigertshausen hat Grund zum Feiern. Der Betrieb wird 30 Jahre alt.
30 Jahre Landmetzgerei Luckhardt: In Seigertshausen wird ein Wochenende lang gefeiert

Auto in Neukirchen aufgebrochen - Gegenstände im Wert von 400 Euro gestohlen

Das Auto war laut Besitzer nur fünf Minuten unbeobachtet abgestellt worden.
Auto in Neukirchen aufgebrochen - Gegenstände im Wert von 400 Euro gestohlen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.