Löwenstarke Produkte aus unserer Region

Gleich drei betriebe aus der Region können sich über einen „Qualileo“ freuen. Fotos: Privat
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Gleich drei betriebe aus der Region können sich über einen „Qualileo“ freuen.

Bei der Preisverleihung im Wettbewerb „Der Goldene Qualileo – hessischer Jurypreis für regionale Lebensmittel", die in diesem Jahr aufgrund der Corona-Beschränkungen nur digital stattfinden konnte, überzeugten mit Fleischerei Kohl-Kramer, Hausmacherwurst Schmitt und BioFleisch Alsfeld gleich drei Unternehmen aus dem Schwalm-Eder-Kreis die Jury und holten einen goldenen sowie zwei Bronze-Löwen in die Region.

Schwalm-Eder. Zum sechsten Mal rückt die MGH Gutes aus Hessen regionale Lebensmittel mit den offiziellen Siegeln des Landes Hessen „Bio aus Hessen“ und „Geprüfte Qualität – Hessen“ in den Mittelpunkt. Mit dem Wettbewerb „Der Goldene Qualileo – hessischer Jurypreis für regionale Lebensmittel“ wurde in diesem Jahr besonders auch die Leistung der hessischen Land- und Ernährungswirtschaft mit all ihren Stufen – von der Erzeugung bis zur Vermarktung – gewürdigt, heißt es in der Mitteilung. 23 Unternehmen reichten 52 Produkte ein, darunter auch acht saisonale Erzeugnisse.

Bei der Preisverleihung, die in diesem Jahr aufgrund der Corona-Beschränkungen nur digital stattfinden konnte, überzeugten auch drei Unternehmen aus dem Schwalm-Eder-Kreis die Jury und holten einen goldenen sowie zwei Bronze-Löwen in die Region.

Ein „Goldener Qualileo“ in der Kategorie Wurstwaren ging an die Fleischerei Kohl-Kramer. Der Familienbetrieb aus Borken-Trockenerfurth konnte sich mit seinem Produkt „Kästel’s Beste“ – einer „Stracke“ in großem Kaliber mit besonders langer Reifezeit – gegen die große Konkurrenz durchsetzten.

Fritz Kästel von der Fleischerei Kohl-Kramer in Borken-Trockenerfurth.

„Kästels Beste – der Name stammt übrigens von einer treuen Kundin – gehört zu unseren absoluten Top Sellern“, sagt Inhaber Fritz Kästel. 2014 habe man die ersten drei Qualileos in den Kategorien Brühwurst/Kochwurst und Rohwurst erringen können. Seit dem sei man fast jedes Jahr bei der Preisverleihung dabei, erinnert sich der Fleischermeister. „Im Jahr 2019 haben wir anlässlich der IFFA, der größten internationalen Fleischmesse in Frankfurt, den ersten Platz im Wettbewerb für Gläser- & Dosenwurst belegt“, so Kästel weiter.

Dieser Erfolg habe die Organisatoren des Qualileo veranlasst, Kästel in die Jury für den Qualileo zu berufen. „Die Juryteilnehmer können natürlich nicht an dem Wettbewerb teilnehmen. Umso mehr freuen wir uns, dass wir dieses Jahr wieder den goldenen Qualileo für unsere Stracke erreicht haben“, so Kästel nach der Preisverleihung.

„Es ist eine Bestätigung unserer konsequenten Arbeit. Wir halten seit Jahrzehnten an der traditionellen Herstellung und dem Bezug unserer Schlachttiere aus der Region fest. Wir sind stolz darauf, dass diese Arbeitsweise entsprechend gewürdigt worden ist.“

Dass die Stracke aus dem Schwalm-Eder-Kreis nicht nur im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde ist, sondern ihrem Ruf von ausgezeichneter Qualität immer wieder gerecht wird, beweist auch, dass der Bronze-Löwe in diesem Jahr ebenfalls in den Landkreis geht und zwar nach Ottrau zu Hausmacherwurst Schmitt.

Volker Schmitt, Inhaber von Hausmacherwurst Schmitt.

„Es ist unsere erste Teilnahme an einem Qualileo und damit auch unsere erste Auszeichnung“, freut sich Inhaber Volker Schmitt über den Bronzelöwen. „Unser Konzept Hausmacherwurst und Fleischwaren direkt vom Bauernhof liegt im Trend und kommt sehr gut bei der Bevölkerung unseres Einzugsgebietes an. Daher haben wir stark gehofft, dass wir ausgezeichnet würden.“ Mit der Auszeichnung sieht sich Schmitt in seinen täglichen Bemühungen und Streben für eine gute Qualität regionaler Produkte bestätigt.

Seine prämierte Stracke werde direkt vom Bauernhof in Warmverarbeitung hergestellt, so der Chef des Familienbetriebes. Das traditionelle Rezept dafür habe ihm sein Vater Georg überliefert.

Der dritte Gewinner im Bunde ist die Hephata Diakonie mit ihrem Betrieb „Alsfelder Biofleisch“. Die Bio-Metzgerei sicherte sich in der Kategorie Fleisch ebenfalls einen „Qualileo“ in Bronze. Die Auszeichnung gab es für die Zarte Rolle, ein mit Hackfleisch gefüllter Schweinebraten, den man kalt und warm genießen kann.

Monika Ben-Hassine, Einrichtungsleiterin „Alsfelder BioFleisch“ der Hephata Diakonie.

„Wir haben nicht mit einer Auszeichnung gerechnet und uns umso mehr darüber gefreut. Die Konkurrenz war in diesem Jahr sehr groß“, sagt Monika Ben-Hassine, Einrichtungsleiterin „Alsfelder BioFleisch“ der Hephata Diakonie. „Der Löwe ist ein Aushängeschild und eine schöne Anerkennung unserer Arbeit. Leider konnten wir in diesem Jahr pandemiebedingt den Preis nicht richtig feiern. Wir haben uns bei allen Klienten und Mitarbeitenden persönlich bedankt, die Feier holen wir nach,“ so Ben-Hassine weiter.

Für die Bio-Metzgerei, in der 20 Frauen und Männer mit chronischen Abhängigkeitserkrankungen und/oder psychischen und seelischen Behinderungen sowie acht Mitarbeitende tätig sind, nimmt seit Anbeginn an dem Wettbewerb teil und hat inzwischen elf Löwen gewonnen.

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