Foto von Lutz Klapp hängt nun im Museum der Schwalm in Ziegenhain

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Die Freude über die Dauerleihgabe war groß (v.l.): Konrad Nachtwey, Peter Reuter, Rüdiger Waldmann, Christel Gerstmann und Lutz Klapp.

Das gab es vorher noch nicht: Im Ziegenhainer Museum der Schwalm hängt ein Foto, mit dem Lutz Klapp schon einige Wettbewerbe gewonnen hat.

Ziegenhain. Ein Mann steht alleine auf dem Treysaer Bahnhof, der in Nebel und Dunkelheit gehüllt ist. Die Szene, die aus einem Horror-Streifen von Alfred Hitchcock stammen könnte, hat Hobbyfotograf Lutz Klapp mit seiner Kamera festgehalten. Bei Wettbewerben einen Preis nach dem anderen abgesahnt.

Seit Mittwoch hängt „The first passenger“ sogar in Großformat zwischen Weißstickerei und alten Gemälden im Museum der Schwalm in Ziegenhain. Leiter Konrad Nachtwey hat die Leihgabe mit Freude entgegengenommen und kombiniert mit Absicht alte mit moderner Kunst.

„Ich hätte dieses Foto nicht angenommen, wenn es nicht einen großen Wert für unser Kunstmuseum hätte“, stellte Nachtwey klar. Das Zusammenspiel von vielen künstlerischen Elementen mache dieses Foto zu etwas Besonderem. Zwei kulturhistorische Elemente verstecken sich beispielsweise auf dem Foto: die analoge und die digitale Uhr, die das 19. und das 21. Jahrhundert miteinander verbinden. Außerdem sei der Übergang zwischen Erde und Himmel durch den Nebel nicht erkennbar und wirke damit unwirklich. Auch in der Malerei werde dieses Stilmittel oft verwendet.

Einige kunstbegeisterte Gäste waren zur feierlichen Übergabe gekommen und lauschten Nachtweys Erklärung aufmerksam. Doch die reichte vielen nicht aus. Mit Fragen zur Inspiration und Umsetzung löcherten die Gäste Klapp, der sich für seine Antworten Zeit nahm.

Mit einem Glas Sekt stießen alle gemeinsam auf die erste fotografische Kunst im Museum der Schwalm an. Rüdiger Reuter vom Schwälmer Heimatbund hielt fest: „Der Treysaer Bahnhof gilt als Eingang zur Schwalm. Deshalb gehört dieses Bild hierher.“

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