Grimmwelt-Chefin besucht Bildhauer Lutz Lesch in Treysa

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Zwei, die Märchen lieben: Susanne Völker betrachtet die Modelle von Lutz Lesch.

Grimmwelt-Chefin Susanne Völker hat Bildhauer Lutz Lesch besucht, um sich persönlich von seinem Können zu überzeugen.

Treysa/Kassel. „Es juckt mir in den Fingern, eine meiner Skulpturen dauerhaft in Kassel aufzustellen“, sagt der Treysaer Bildhauer Lutz Lesch. Dieser Traum könnte für ihn bald in Erfüllung gehen. Am vergangenen Mittwoch bekam der Künstler Besuch von Susanne Völker, Geschäftsführerin der Grimmwelt Kassel. „Ich habe von Lutz Lesch und seinen Märchenfiguren gehört und wollte mir persönlich ein Bild von seinen Arbeiten machen“, sagte Völker im Gespräch mit lokalo24.de.

Sie sei daran interessiert, eine Skulptur vor das Gebäude der Grimmwelt oder im angrenzenden Park aufzustellen. „Allerdings steht das Museum auf städtischem Boden. Ein Gremium wird letztendlich darüber entscheiden, ob und welche Art von Figur ihren Platz bei uns einnehmen wird. Wir befinden uns gerade in der Findungsphase. Ich sammle lediglich Ideen“, stellte Völker klar. Sichtbar interessiert folgte sie Lesch durch dessen Arbeitsräume und schaute bei den Modellen von den sieben Raben, dem Goldesel und dem Teufel mit den drei goldenen Haaren genau hin. „Es ist spannend einen Überblick zu bekommen, was in der Region passiert.

Besonders in der Schwalm ist die Identifikation mit Märchen groß und ich sehe an den Modellen von Lutz Lesch, dass er sich ohne konkreten Auftrag aus persönlichem Interesse immer wieder mit dem Thema beschäftigt“, zeigte sich die Geschäftsführerin begeistert. „Ich brauche die Bildhauerei wie die Luft zum Atmen. Und vor allem die Märchen spielen eine besondere Rolle bei meinen Werken“, erklärte Lesch.

Besonders stolz sei er auf sein Modell der Hexe mit Hänsel und Gretel, das er vor etwa zwei Jahren anfertigte. „Das ist die beste Märchenfigur, die ich bisher entworfen habe. Wenn ich die für Kassel anfertigen könnte, würde ich mich sehr freuen“, gab er zu. Den Künstler verbindet eine persönliche Geschichte mit der Großstadt. „Ich habe in Kassel studiert, mein Professor war Harry Kramer. Mit ihm bin ich öfter aneinander geraten, weil wir andere Kunstansichten hatten“, erinnerte sich Lesch. Die Chance zu haben, dauerhaft eine seiner Skulpturen in Kassel zu platzieren, sei für ihn daher eine besondere Ehre.

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