Marian Knauff will am kommenden Sonntag Neukirchens neuer Bürgermeister werden

Marian Knauff stellt sich am kommenden Sonntag zur Wahl des Bürgermeisters in Neukirchen. Foto: Privat
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Marian Knauff stellt sich am kommenden Sonntag zur Wahl des Bürgermeisters in Neukirchen.

Am kommenden Sonntag ist in Neukirchen Wahltag. Alle wahlberechtigten Bürger können ihre Stimme abgeben für den kommenden Bürgermeister der Stadt. Es gilt jedoch nicht, sich zwischen den Bewerbern zu entscheiden, sondern für oder gegen einen: Marian Knauff tritt als einziger Kandidat zur Wahl an.

Neukirchen. Am kommenden Sonntag ist in Neukirchen Wahltag. Alle wahlberechtigten Bürger können ihre Stimme abgeben für den kommenden Bürgermeister der Stadt. Es gilt jedoch nicht, sich zwischen den Bewerbern zu entscheiden, sondern für oder gegen einen: Marian Knauff tritt als einziger Kandidat zur Wahl an, Noch-Amtsinhaber Klemens Olbrich verzichtete auf eine nochmalige Kandidatur. Dem SCHWÄLMER BOTEN stand Marian Knauff Rede und Antwort.

Herr Knauff, worin besteht Ihre Motivation, Bürgermeister von Neukirchen werden  zu wollen?

Knauff: Neukirchen ist meine Heimatstadt, die mir mit ihren 9 Stadtteilen sehr am Herzen liegt. Zudem arbeite ich seit mehr als 25 Jahren in der Verwaltung. Seit 2012 bin ich Büroleiter und kenne deshalb das Neukirchener Rathaus und die Verwaltungsstrukturen aus dem Effeff. Die Entscheidung, vom Stuhl des Büroleiters auf den des Bürgermeisters wechseln zu wollen, ist wohlüberlegt. Ich möchte meine Fachkompetenz und meine Ideen gewinnbringend für unser wunderschönes Neukirchen einbringen – für eine zukunftsfähige und noch lebenswertere Stadt. Bereits jetzt arbeite ich eng und vertrauensvoll mit den im Neukirchener Stadtparlament vertretenen Parteien und Gruppierungen zusammen. Das soll auch in Zukunft so sein.

Wie sehen Sie die Stadt in den nächsten Jahren? Welche Herausforderungen stehen an?

Knauff: Mein Ziel ist es, die Stadt Neukirchen im ländlichen Raum als attraktiven und lebendigen Lebensraum zu gestalten. Durch eine eigenständige Entwicklung sollen die sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Potenziale vor Ort zu mobilisiert werden. Es geht darum, zentrale Funktionen zu stärken und eine zukunftsfähige Wohn- und Lebensqualität zu erhalten bzw. zu schaffen. Der demografische und strukturelle Wandel erfordert eine nachhaltige Strategie, wie sich eine Kommune insgesamt entwickelt und welche Funktionen die einzelnen Stadtteile dabei übernehmen.

Mein Ziel ist es, in das Dorferneuerungsprogramm bzw. IKEK aufgenommen zu werden. Den Kommunen und privaten Projektträgern stehen dadurch viele Fördermöglichkeiten zur Verfügung, um die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Weitere Ziele sind unter anderem auch die Erschließungen eines neuen Gewerbegebietes sowie eines Bau- und Wohngebietes, die dringende Erneuerung der Straßen, Ansiedlung von Gewerbe mithilfe eines Förderprogramms, die Sicherstellung der ärztlichen Versorgung, generations- und altersgerechtes Wohnen, die guten Kinderbetreuungsmöglichkeiten und den Schulstandort zu erhalten und auszubauen sowie die Forcierung und Intensivierung der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Gemeinden Ottrau und Oberaula.

Gibt es bestimmte Zielsetzungen, die sie unmittelbar in Angriff nehmen wollen?

Knauff:  Den Beginn des Neubaus des Kindergartens in Riebelsdorf möchte ich unmittelbar in Angriff nehmen. Weiterhin sollen Haushaltsmittel für einen Erweiterungsanbau an den Kindergarten Klingelbach mit in den Haushaltsplan 2021 aufgenommen werden. Ziel ist, das jetzige Betreuungsangebot beizubehalten bzw. auszubauen. Zudem setze ich mich dafür ein, dass die Stadtjugendpflege in Neukirchen wiederbelebt und Mittel im Haushaltsplan 2021 zur Verfügung stehen werden. Die Pflege- und Reinigungsintervalle im Innenstadtbereich und in den Außenbereichen müssen umgestellt und erweitert werden. Ich möchte dabei gemeinsam mit Ortsbeiräten, dem städtischen Bauhof sowie dem Verein Pro Neukirchen ein Reinigungskonzept entwickeln und kurzfristig umsetzen. Die Ortsbeiräte sollen außerdem mit einem eigenen Budget, das sie unabhängig verwalten, ausgestattet werden. Ebenso wichtig ist es, den Informationsfluss zwischen der Verwaltung und den Bürgerinnen und Bürgern durch regelmäßige Infoveranstaltungen zu verbessern.

Sie haben in Neukirchen hautnah miterlebt, welche Verantwortung ein Bürgermeister trägt. Hat Sie der Prozess um das Teichunglück von Seigertshausen an Ihrer Entscheidung das Bürgermeisteramt zu übernehmen jemals zweifeln lassen?

Knauff: Nein. Ich bin mir der Verantwortung, die dieses Amt mitbringt, sehr bewusst.

Wäre Ihre Vorbereitung auf den Wahlkampf anders ausgefallen, wenn es einen Mitbewerber gäbe?

Knauff: Nein. Mein Wahlkampf ist von Beginn an auf Bürgernähe ausgerichtet gewesen, um mein Wahlprogramm mit meinen Themenschwerpunkte in persönlichen Gesprächen näherzubringen. Das ist nur im Rahmen von Haus-zu-Haus-Besuchen möglich. Die habe ich den vergangenen Tagen in den Stadtteilen und der Kernstadt gemacht. Mit der Resonanz der Bürgerinnen und Bürger war ich sehr zufrieden.

Wäre es Ihnen persönlich lieber gewesen, mit einem Gegenkandidaten zur Wahl anzutreten?

Knauff: Im Hinblick auf die Direktwahl hätte dies bestimmt noch etwas mehr Aufmerksamkeit bei den Bürgerinnen und Bürgern erzeugt. Die Haus-zu-Haus Besuche und persönlichen Gespräche haben mir jedoch deutlich gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger keinesfalls wahlverdrossen sind. Zudem verweise ich immer auf die Möglichkeit der Briefwahl. Ich bin zuversichtlich, dass wir mit einer guten Wahlbeteiligung rechnen können.

 

Zur Person

- Geboren am 30. Januar 1976 in Schwalmstadt

- Beruf: Verwaltungsbetriebswirt

- Wohnort/Ortsteil: Neukirchen/Neukirchen

- Familienstand: verheiratet, 2 Kinder

- Politischer Werdegang/Ämter: keine

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