Motorradfreunde treffen sich auf dem Knüllköpfchen

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Die Biker ließen sich auch von den nass-kalten Temperaturen nicht abhalten.

Schwarzenborn. Sie fahren zu jeder Jahreszeit Motorrad und lassen sich auch von winterlichen Temperaturen nicht vom Zweiradspaß abhalten: die Ganzjahres-Fahrer. Eigentlich sind sie auch Dreirad-Fans, denn jeder zweite fährt eine Maschine mit Beiwagen. Am Wochenende trafen sich die hartgesottenen Biker zum alljährlichen Winter-Meeting auf dem Knüllköpfchen, zu dem der „MC Hexenschuss“ zum 16. Mal eingeladen hatte.

Einige waren bereits am Freitag angereist und feierten bei wechselhaftem Wetter ein wahres Familientreffen – nicht nur im übertragenen Sinne. Jörg Staginnus aus Zierenberg gehörte zu den zahlreichen Wiederholungstätern. Gemeinsam mit Tochter Maja und Sohn Joshua hatte er die erste Nacht im Zelt verbracht – wie immer gab es zum Einstand die obligatorische Eierpfanne. „Ich war schon als Knirps dabei“, erzählte der mittlerweile 24-jährige Vincent Uebel, der mit seiner BMW R1150GS aus Südhessen in den Knüll gekommen war – auch sein „transportables Wochenendhaus“ war groß genug, dass er im Innern kochen konnte.

Im Laufe des Samstagnachmittags fing es auf über 600 Metern sogar zu schneien an. Das hielt jedoch die hartgesottenen Biker nicht ab und so füllte sich der Platz unterhalb der großen Funkmasten zusehends. Die meisten Teilnehmer waren erfahrene Motorradfans, doch ein paar junge gesellten sich ebenfalls zu der illustren Truppe. Marvin Sillmann (25) und Magnus Riebeling (22) gehörten zu den Tagesgästen. Mit ihren roten Honda-Enduros parkten sie zwischen zahlreichen Gespannen. Umgehend wurde der Helm gegen eine Pudelmütze ausgetauscht und man traf sich an der „Hot Bar“. Zwar gab es auch ein Zelt, in dem ein kleiner Holzofen vor sich hin bollerte, doch die meisten blieben im Freien und versammelten sich um das eine oder andere außergewöhnliche Gefährt.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt Tobias Lohre aus Riebelsdorf. An seine 125er Hercules Military aus Bundeswehrbeständen hatte der windige Tüftler einen Beiwagen angebaut, der es in sich hatte. Mit wenigen Handgriffen hatte er die fahrbare Feldküche in Betrieb genommen. Kurze Zeit später duftete es nach deftiger Gulaschsuppe, die er vom Metzger seines Vertrauens mitgebracht hatte. Auch Paul Fenner aus Rörshain durfte nicht fehlen. Sein sehenswertes Moto-Guzzi-Gespann verfügte als besonderes Extra über einen großen Sonnenschirm, damit es nicht nass wurde. Das Organisationsteam um Walter und Ellen Freund hatte zum wiederholten Mal in der unwirtlichen Welt des Knüllköpfchens eine Atmosphäre geschaffen, die auch bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zum Verweilen einlud.

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