Mountainbike-Strecke im Ostergrund muss vorübergehend gesperrt werden

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Haben sich dazu entschlossen, die Mountainbike-Strecke im Treysaer Ostergrund vorübergehend zu sperren (v.li.): Bürgermeister Stefan Pinhard, Niklas Hoos, Jochen Helwig (ESV Jahn Treysa), Tom Pfeiffer, Bernd Gundlach (ESV Jahn Treysa) und Leopold Gundlach.

Die Schließung sei notwendig, um die vorhandenen Rampen und Geräte, die inzwischen in die Jahre gekommen sind, von Fachleuten auf Sicherheit überprüfen zu lassen, erklärt Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard.

Schwalmstadt. Superman, Suicide Nohander, Indian Air und Table Top – was sich für Laien nur schwer aussprechen lässt, sind für Tom Pfeiffer, Niklas Hoos und ihre Freunde leichteste Übungen. Sie sind Dirtjumper, Rad-Akrobaten also, die auf speziellen Mountainbikes durch die Luft fliegen und dabei atemberaubende Tricks zeigen.

Pfeiffer hat es gar zum Profi geschafft. Seine Hausstrecke befindet sich im Treysaer Ostergrund. Hier trifft er sich mit Freunden, übt seine Tricksprünge. Aufgeschüttete Erdhügel und Rampen aus Holz lassen die Jungs – und längst auch Mädels – abheben. In luftiger Höhe machen die Extremsportler Drehungen und wirbeln ihre Räder um deren Achse.

Der spektakuläre Sport ist auch bei Schwalmstadts Bürgermeister nicht unbemerkt geblieben. Stefan Pinhard staunte, als er sah, wie Pfeiffer, Hoos und Co. ihre Bikes beherrschen: „Das habe ich so vorher noch nicht gesehen. Für mich wäre das zwar nichts, aber es ist unübersehbar, dass die Jugendlichen hier ihrer Leidenschaft nachgehen.“

Umso schwerer falle es dem Rathauschef, die Anlage nun vorübergehend aus dem Betrieb zu nehmen. „Das wird aber leider notwendig, um die vorhandenen Rampen und Geräte, die inzwischen in die Jahre gekommen sind, von Fachleuten auf Sicherheit überprüfen zu lassen“, erklärt Pinhard. Um gewährleisten zu können, dass die Jugendlichen ihrem Lieblingssport langfristig möglichst sicher nachgehen können, müssten die Zuständigkeit, das Nutzungsrecht und Nutzungsbedingungen geregelt, Versicherungs- und Haftungsfragen geklärt, die Anlage geprüft und möglicherweise neukonzipiert werden. Aus diesem Grund hatten sich kürzlich Vorstandsmitglieder des ESV Jahn Treysa, Pinhard und Mitarbeiter der Stadtverwaltung getroffen. Zudem wurden Gespräche mit den Nutzern der Strecke geführt. „Hierbei wurde das Vorgehen besprochen. Wir haben uns dazu entschlossen, die Strecke zunächst durch Einzäunung für die Öffentlichkeit zu sperren. Nach erfolgter Prüfung durch Sachverständige, werten wir die Ergebnisse aus und nutzen die Wintermonate, um gegebenenfalls eine Neukonzipierung voranzutreiben. Dabei sind dann auch die Nutzer gefragt. Es ist mir wichtig, möglichst alle Beteiligten miteinzubeziehen“, so Pinhard.

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