Nach den Vorwürfen von Karsten Schenk: Jetzt spricht Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard

Nach den Vorwürfen, die der CDU-Fraktionsvorsitzende Karsten Schenk im Stadtparlament gegenüber Stefan Pinhard äußerte, meldet sich nun der Bürgermeister Schwalmstadts zu Wort.

Mit den Vorwürfen, die Karsten Schenk am Donnerstagabend in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung an Pinhard richtete (hier geht's zum Artikel), haben wir den Bürgermeister am Montag noch einmal konfrontiert. Der merklich gefasste Verwaltungschef sagte gegenüber unserer Zeitung: „Dass es ein parteiloser Bürgermeister nicht leicht haben wird, war mir von Anfang an klar.“

Zur Kritik, es lägen so viele Beschlüsse auf Halte wie nie zuvor unter den Bürgermeistern Näser, Kröll und Huck, meint Pinhard: „Dazu muss man wissen, dass das Pensum aktuell enorm ist. Wir haben zurzeit eine Menge Aufgaben. Untätigkeit kann ich mir jedenfalls nicht vorwerfen lassen.“

Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard.

Auch den Vorwurf, Pinhard habe die Angebote auf Zusammenarbeit mit den Fraktionen nicht angenommen, kann das Stadtoberhaupt nicht nachvollziehen: „Zusammenarbeit hat es gegeben. Dass man sich nicht immer in allen Punkten einig ist, ist allerdings auch klar. Kommunikation hat aber stattgefunden. Fest steht doch: Wenn die Stadtverordneten unzufrieden sind, lade ich sie gern zum Dialog ein.“

Ans Aufhören habe Pinhard übrigens nach der Kritik vom CDU-Fraktionsvorsitzenden nicht gedacht. „Ich verstehe mich als Bürgermeister für alle“, so Pinhard. Interna aus der Stadtverwaltung will er sich nicht entlocken lassen, stellt aber klar: „Ich habe bei Amtsantritt eine Verwaltung übernommen, die gut aufgestellt ist und um die mich andere sicher beneiden. Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern. Stillstand ist Rückschritt. Genau deshalb findet ja auch aktuell die bereits seit Jahren geforderte Organisationsuntersuchung statt, die parallel zum normalen Tagesgeschäft und der aktuellen Aufgabe – nämlich der von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Rückführung der Stadtwerke – abläuft. Das alles geht nicht einfach spurlos an den Mitarbeitern vorbei.“

Für Schenks Entscheidung, aus dem Parlament zurückzutreten, hat Pinhard kein Verständnis. „Wenn man ein Ziel verfolgt, kann man einen solchen Schritt nicht einfach wählen.“

Rubriklistenbild: © Privat

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