Motorradfreunde Leimsfeld eröffnen ihre Biker-Saison

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Es war keine Saison-Eröffnung wie jede, als die Motorradfreunde Leimsfeld zusammenkamen. Denn eine wichtige Person in den Reihen der Frielendorfer Biker fehlte:

Frielendorf-Leimsfeld. Eigentlich sollte es so werden, wie jedes Jahr im April – die Motorradfreunde Leimsfeld (MFL) eröffnen die Freiluft-Saison, fahren gemütlich im Korso durch den Knüll und gehen anschließend zum Gottesdienst. Doch diesmal war es anders, denn einer fehlte: Pfarrer Wolfgang Maltzahn, der im Januar einem Krebsleiden erlegen war. So verteilte MFL-Urgestein Friedhelm Probst vor der geplanten Rundfahrt schwarze Bändchen, die von den rund 200 Fahrern als Trauerflor am Rückspiegel befestigt wurden.

Trotz allem war die Stimmung heiter zum Saisonauftakt. „Irgendwie sind meine Klamotten eingegangen“, scherzte ein Fahrer aus Seigertshausen, der „zu gut“ durch den Winter gekommen war und erntete zustimmendes Nicken seiner Begleiter. Auch diesmal zeigte sich wieder, dass Motorradfahren keine Frage des Alters ist – neben dem 77-jährigen Probst am oberen Ende, standen Kevin Weckesser und seine Freunde für die ganz junge Generation, dazwischen lagen sechs Jahrzehnte. Als die Kirchenglocken um 14 Uhr läuteten, setzte sich die Kolonne langsam in Bewegung. Mit dröhnenden Motoren reihten sich Motorräder, Trikes und Quads hinter Korso-Leiter Matthias Probst ein und fuhren in

Richtung Obergrenzebach. Nach einer Stunde kehrten sie wieder zurück und viele Fahrer machten sich auf den Weg in die Kirche.

Predigt über Bowdenzug

Vor 20 Jahren hatte Seelsorger Maltzahn einen Gedenkgottesdienst für verunglückte Motorradfahrer abgehalten, zu dem die Leimsfelder Biker um Matthias Probst einen Korso organisierten. Daraus entstand eine enge Freundschaft und die Idee, jeweils zu Saisonbeginn und im Herbst ein Motorradtreffen der besonderen Art auf die Beine zu stellen.

Über die Jahre hinweg wurden die beiden Termine fester Bestandteil im Kalender nordhessischen Zweiradfahrer, nach der gemeinsamen Ausfahrt rief der Pfarrer zur Besonnenheit auf, ohne den Spaß am Hobby aus den Augen zu verlieren. In seine Ansprachen hatte er jedes Mal ein Motorradteil eingebaut, vom Zündschlüssel, über den Bowdenzug, bis hin zur Lederhose fand er immer wieder den Bezug zum gemeinsamen Freizeitvergnügen.

Um die Veranstaltung im Sinne des Verstorbenen weiterführen zu können, suchten sich die Leimsfelder einen neuen Prediger. Mit Pfarrer Reinhard Natt aus Kassel fanden sie einen passenden Nachfolger, denn auch er ist passionierter Motorradfahrer. Gemeinsam mit seiner Frau Marita kam er auf seiner 1200er BMW nach Leimsfeld und war sofort begeistert vom familiären Ambiente vor dem Clubhaus.

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