Neukirchen: Erste Flüchtlinge Anfang Januar erwartet

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Die Erstaufnahme-Einrichtung im Urbachtal wird in den nächsten Tagen betriebsbereit gemacht.

Neukirchen. Vor knapp zwei Monaten wurden Leichtbauhallen im Neukirchener Urbachtal errichtet, die als weitere Erstaufnahme-Einrichtung für Flüchtlinge dienen. Vergangenen Montag lud das Regierungspräsidium Kassel (RP) zu einem Rundgang ein.

Betreiber der Einrichtung ist das Deutsche Rote Kreuz (DRK) unter der Leitung von Marco Hille. Er wird von Heinz Roß, Personalratsvorsitzender der Stadt Neukirchen, unterstützt. Insgesamt fünf Leichtbauhallen stehen auf dem freien Gelände neben der ehemaligen Reha-Klinik Urbachtal. Vier dienen als Schlafraum, eine wird für die Essensausgabe und zur Lagerung der Lebensmittel genutzt. Außerdem gibt es dort einen Multifunktionsraum, in dem beispielsweise Deutsch unterrichtet wird oder Kinder spielen können.

Die Hallen sind jeweils 600 Quadratmeter groß. In den Schlafhallen gibt es 16 abgeteilte Räume, die mit drei Doppel-Stockbetten ausgestattet sind. "Wenn eine Familie zu acht ist, haben wir aber trotzdem genug Platz, um ein weiteres Hochbett hineinzustellen", erklärt Heinz Roß. Wie auch in anderen Einrichtungen, sind die einzelnen Räume mit einem Vorhang abgehängt.  "Wir werden versuchen die Flüchtlinge nach Alter und Nationalität zu trennen und sie in verschiedenen Raumen unterzubringen", sagt Roß.

40 Duschen und Toiletten stehen den Flüchtlingen zur Verfügung. Die Reinigung der Sanitäranlagen übernimmt eine externe Firma. In den Containern gibt es außerdem die Möglichkeit Wäsche zu waschen. Da es keine Wasserleitung gibt, stehen drei Tanks auf dem Gelände. Sie haben ein Fassungsvermögen von 60 Kubikmetern. "Wir werden 30 bis 40 Kubikmeter Wasser pro Tag benötigen", erklärt Roß. Deshalb werden die Tanks täglich neu befüllt.

20 Mitarbeiter des DRK werden die Erstaufnahme-Einrichtung verwalten. "Ab dem 4. Januar arbeiten wir die Mitarbeiter ein", erzählt Hille. "Wir werden dafür einzelne Arbeitsabläufe proben und so für die Ankunft der Flüchtlinge vorbereitet sein."Wann genau die ersten Flüchtlinge einziehen, steht nicht fest, so Michael Conrad, Pressesprecher des RP. Ab Dienstag, 5. Januar, ist es aber möglich, erklärt Hille.

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