LTV Neukirchen lud zum Neujahrsbaden ins Freibad ein

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Die Wassertemperaturen waren an diesem Neujahrstag überraschen mild, sodass das Eisbaden kurzerhand in Warmbaden umbenannt wurde.

Neukirchen. Seit 17 Jahren begrüßen die Schwimmer des LTV Neukirchen das neue Jahr mit Eisbaden im Freibad – durch den milden Dezember wurde die Veranstaltung am Montag allerdings zum „Warmbadetag“.

Am 1. Januar 2017 zeigte das Thermometer noch vier Grad unter Null und auch im Wasser bewegte sich der Zeiger gerade mal knapp über die Ein-Grad-Grenze. Diesmal kletterte das Quecksilber auf frühlingshafte plus acht Grad an der Luft und Horst Möller las am digitalen Wasserthermometer: „Es sind exakt 5,9 Grad“.

Gut drei Dutzend Wagemutige ließen es sich trotz allem nicht nehmen, an der Tradition festzuhalten, darunter Claudius Schafft, Jette Klee und Noah Gabriel Radke, die mit sechs Jahren die jüngsten Debütanten waren. Dr. Birgit de Taillez hielt wie immer eine kleine Neujahrsansprache vom Drei-Meter-Brett: „Gesundheit ist das Wichtigste, deshalb wollen wir heute wieder etwas dafür tun“. Die Zuschauer bat sie um eine Spende, damit für das Hallenbad ein praktischer Wickeltisch und ein Kinderstuhl angeschafft werden können – Vereinsvorsitzende Nicole Zimmermann und Plüsch-Enterich Caruso standen mit der Sammelbüchse bereit.

Nach einer Runde um das Becken und einigen Aufwärmübungen verschwand die Schwimmer-Riege in der Umkleidekabine. Wenig später marschierten sie im Bademantel zurück zur Einstiegstreppe. Lisa Axt war die Erste, die durch das kalte Wasser watete und nach wenigen Metern beherzt losschwamm, andere zierten sich noch etwas, aber nach und nach waren alle im Becken. Um das diesjährige (Warm-)Baden etwas spannender zu gestalten, waren die Teilnehmer aufgefordert, etwas länger im Wasser zu verweilen.

Finja Hertel, Marisa Freund und weitere Kaltwasser-Athleten zogen bis zu vier Bahnen durch die grünlich-schimmernde Brühe und wurden dafür mit einem kleinen Eisbären belohnt. Die meisten sahen aber zu, dass sie wieder aus dem nassen Element herauskamen, schließlich wartete das Schwimmbecken in der Halle mit angenehmeren Temperaturen auf die Neujahrsbader.

Während die Schwimmer drinnen im warmen Wasser planschten, versorgten fleißige Helfer die Nichtschwimmer draußen mit heißen Getränken und frischen Krapfen. Gut geföhnt und wieder warm eingepackt erhielten die kleinen und großen Helden am Ende noch ihre Urkunde, mit der sie sich stolz fotografieren ließen.

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