Erster Planungsentwurf vorgestellt: Neukirchener Steinwaldstadion soll für 1,3 Millionen saniert werden

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Nährboden für Moos und Algen: Der Kunstrasenplatz im Neukirchener Steinwaldstadion liegt seit gut zehn Jahren brach. Jetzt soll die Anlage saniert werden.

Das Steinwaldstadion in Neukirchen soll im kommenden Jahr saniert werden. Dafür werden rund 1,3 Millionen Euro fällig. Am vergangenen Donnerstag wurde ein erster Planungsentwurf vorgestellt. 

Neukirchen. Ein Ball ist hier schon länger nicht mehr gerollt. Der Kunstrasenplatz im Neukirchener Steinwaldstadion gleicht eher einem Feuchtbiotop, als einem Fußballfeld. Moos und Algen haben sich gebildet – die künstlichen Grashalme sind kaum noch existent. Bereits vor gut zehn Jahren wurde der Platz für unbespielbar erklärt und liegt seitdem brach.

Sehr zum Leidwesen der heimischen Fußballer des SC Neukirchen. Für sie ist das Stadion – abgesehen von Kabinen und Duschen – nicht nutzbar. Einzig auf der 400 Meter langen Tartanbahn rund um den Kunstrasenplatz herrscht noch reger Betrieb. Hier trainieren die Triathleten und Leichtathleten der Neukirchener Sportvereine. Ebenso nutzt die Steinwaldschule die Anlage. Doch auch die Laufbahn hat fast 30 Jahre nach der Einweihung des Stadions ihre besten Tage hinter sich.

Schon länger ist klar: Es besteht Handlungsbedarf im Steinwaldstadion. „Wir beschäftigen uns seit November 2016 mit der Sanierung des Steinwaldstadions“, erklärte Bauamtsleiter Michael Slabon am vergangenen Donnerstag im Neukirchener Rathaus. Und es tut sich was in Sachen Sanierung: Diplom-Ingenieurin Marion Ledermann vom gleichnamigen Büro aus Mellrichstadt (Bayern) stellte Vereinsvertretern und Kommunalpolitikern im großen Sitzungssaal einen ersten Planungsentwurf vor.

Dabei ging sie auf den aktuellen Zustand und die nötigen Sanierungsmaßnahmen ein. Die beruhigende Nachricht: Ledermann bescheinigte dem Stadion insgesamt einen guten Zustand. „Vor allem die Laufbahn ist für ihr Alter sehr gut erhalten“, so die Diplom-Ingenieurin. Hier müsse man lediglich oberflächliche Sanierungsarbeiten vornehmen. Dafür veranschlagt Ledermann Kosten in Höhe von rund 55.000 Euro.

Deutlich umfangreicher und kostspieliger wird die Erneuerung des Kunstrasenplatzes. „Der Zustand des Unterbaus ist gut, das Kunstrasenspielfeld muss jedoch komplett ausgetauscht werden. Zusätzlich haben wir die Installation einer Beregnungsanlage eingeplant“, erklärte Ledermann. Die kalkulierten Kosten hierfür liegen bei knapp 540.000 Euro.

Die Gesamtkosten für die Sanierung des Stadions beziffert die Planerin auf etwas über 1,3 Millionen Euro. Damit liegt die Kalkulation von Ledermann im Kostenrahmen, den sich die Stadt gesteckt hat. 1,3 Millionen Euro wurden bereits für die Sanierung in den Haushalt 2018 eingestellt.

Die hohen Kosten muss die Stadt jedoch nicht alleine stemmen. Am kommenden Freitag wird Staatssekretär Mark Weinmeister einen Förderbescheid über 200.000 Euro vom Land überreichen. Außerdem gibt es einen Zuschuss vom Kreis in Höhe von rund 460.000 Euro. Der SC Neukirchen bringt sich mit 8.000 Euro ein. Somit bleiben gut 660.000 Euro, die seitens der Stadt aufgebracht werden müssen.

Geplanter Baubeginn ist Mai 2019. „Bei entsprechender Witterung sollen die Arbeiten im Oktober abgeschlossen sein“, so Ledermann.

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