Neuntes Oldtimertreffen fand in Neukirchen statt

1 von 17
2 von 17
3 von 17
4 von 17
5 von 17
6 von 17
7 von 17
8 von 17

Alte Traktoren und Bundeswehrfahrzeuge konnten die Besucher am Wochenende in Neukirchen bestaunen.

Neukirchen. Polierter Chrom und rostiges Blech gaben sich am Wochenende ein Stelldichein in Neukirchen. Bereits zum neunten Mal hatten die Oldtimerfreunde Urbachtal zum Treffen eingeladen. Alte Schlepper, schmucke Pkw und erfahrene Motorräder reihten sich auf dem Festplatz aneinander.

Während die Fahrzeuge mindestens dreißig Jahre und bisweilen noch viel mehr auf dem Buckel hatten, fanden sich unter den Besuchern Fans aus drei Generationen. Der zehnjährige Lorenz Stern aus Kassel, regelmäßiger Leser der Zeitschrift „Oldtimer Traktor“, zeigte sich begeistert von den alten Schätzchen. „Bei meinem Opa in Wiera haben wir auch noch mehrere Schlepper stehen“, erzählte er stolz.

Konstantin Emrich und seine Vereinskameraden von der Interessengemeinschaft „Ahle Bulldogge us Angeschbach oh Lannehuse” aus dem Vogelsberg statteten ihren Freunden im Knüll einen Besuch ab und bestaunten vor allem den Hanomag R55 von Mario Pflanz, der 1954 in Hannover vom Band gelaufen war. Gemeinsam mit Sohn Marvin stellte er noch drei weitere Traktoren aus.

Außerdem glänzte ein Opel Olympia Rekord, Baujahr ‘57, in der Maisonne. Hans Brethauer aus Ottrau machte deutlich, dass weder er, noch seine NSU Fox zum alten Eisen gehörten. Der 80-jährige gelernte Maschinenschlosser besitzt noch zehn weitere Motorräder, die er zum Teil aus desolatem Zustand wieder zu neuem Leben erweckt hatte.

Am Samstagnachmittag erreichte eine kleine Unimog-Kolonne den Platz. Dieter Ostermeier und seine beiden Begleiter hatten sich mit ihren betagten Arbeitstieren aus der Wetterau auf den Weg gemacht. „Jetzt tut uns der Hintern weh“, sagte der 76-Jährige, als er nach rund 100 Kilometern aus dem engen Fahrerhaus des Allradlers von 1965 kletterte. Maximilian Grund und Julian Schneider, viele Jahrzehnte jünger als ihre beiden Schlepper, zeigten anschaulich, wie man den 11er Deutz von 1948 von Hand ankurbelt.

Nach und nach füllte sich der Platz, Neuankömmlinge wurden in der Anmeldung registriert, die sich im sogenannten „Nato-Koffer“ eines ausrangierten Bundeswehr-MANs befand. Karl-Wilhelm Grieneisen aus Bad Wildungen konnte so manche Anekdote über diese Fahrzeuge der Erstausstattung erzählen. Als ehemaliger Fahrschullehrer hatte er unzählige Rekruten auf einem ähnlichen Modell geschult, das dem Fahrer noch vollen Körpereinsatz beim Lenken ohne Servo-Unterstützung abverlangte. Im Laufe der beiden Tage waren an die 200 Oldtimer zu sehen, die gute Resonanz zeigte deutlich das ungebrochene Interesse an der alten Technik.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Schwälmer Jahrbuch 2020 mit Neuerungen

Das beliebte Schwälmer Jahrbuch beinhaltet wieder viele Jahresrückblicke und geschichtliche Artikel, greift aber auch neue Inhalte auf.
Schwälmer Jahrbuch 2020 mit Neuerungen

Schließung nach fast 40 Jahren: Wäscheetage in Treysa macht dicht

Der letzte macht das Licht aus: In Treysa schließt zum Jahresende die Wäscheetage Schäfer - nach 39 Jahren.
Schließung nach fast 40 Jahren: Wäscheetage in Treysa macht dicht

Unfall in Bad Hersfeld - 5.200 Euro Schaden

Die am Unfall beteiligten Personen wurden nicht verletzt.
Unfall in Bad Hersfeld - 5.200 Euro Schaden

Unfall bei Waltersbrück - zwei Menschen leicht verletzt

Eine Unachtsamkeit war vermutlich die Ursache eines Verkehrsunfalls am frühen Samstagabend, 7. Dezember, auf der L3067, zwischen Waltersbrück und Schlierbach.
Unfall bei Waltersbrück - zwei Menschen leicht verletzt

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.