Tag der offenen Tür in der Neuen Wache in Ziegenhain

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Für die Öffentlichkeit zugänglich: Am heutigen Samstag können sich Interessierte ein genaues Bild davon machen, wie die Neue Wache nach der Restaurierung von innen aussieht und wo sich die Arbeitsplätze der städtischen Mitarbeiter für die Bereiche Stadtmarketing und Tourismus befinden.

Nach dem Umbau können sich nun auch Bürger die Neue Wache auf dem Ziegenhainer Paradeplatz begutachten.

Ziegenhain. Sie sorgte für reichlich Zündstoff – auch außerhalb der Festungsgrenzen: die Neue Wache auf dem Ziegenhainer Paradeplatz. Der An- und Umbau des historischen Gebäudes fiel am Ende deutlich teurer aus, als zunächst kalkuliert. Die Stadtverordneten hatten im Laufe des Projekts den Mehrkosten für den Touristikstandort zugestimmt.

Im städtischen Haushalt wurden rund 700.000 Euro bereitgestellt. Diese Summe umfasste die Kosten für Kauf, Planung, Herstellung, Ausstattung und EDV. Das Projekt erhielt zudem Zuschüsse vom Bund-Länder-Programm Stadtumbau. Die bewilligten Städtebaufördermittel lagen bei rund 460.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt lag bei circa 240.000 Euro.

Die Nutzer haben ihre Büros bezogen

Nach zwölfmonatiger Sanierung, der Realisierung eines hochmodernen Anbaus und einigen hitzigen Debatten in den politischen Gremien, haben inzwischen alle Nutzer das denkmalgeschützte Gebäude bezogen. Der Tourismusverband Rotkäppchenland, die Schwalm-Touristik und das Stadtmarketing haben ihre Büros eingerichtet.

Nun ist es an der Zeit, auch der interessierten Öffentlichkeit Eintritt zu gewähren. Die Stadt Schwalmstadt lädt deshalb für den heutigen Samstag zu einem Tag der offenen Tür ein. Zwischen 11 und 16 Uhr können sich Besucher ein ausgiebiges Bild von den abgeschlossenen Arbeiten machen. Um 11.30 Uhr wird es eine offizielle Einweihung des Gebäudes geben.

Zum Hintergrund: Bereits in einer Sitzung der Stadtverordneten im Herbst 2014 hatten Schwalmstadts Parlamentarier den Grundsatzbeschluss gefasst. Der damalige Eigentümer, der Schwälmer Heimatbund, hatte der Stadt Schwalmstadt das geschichtsträchtige Gebäude verkauft. Die wechselvolle Historie des Gebäudes begann in 1769, dem Jahr, in dem der Paradeplatz in der Festung gebaut wurde.

Es wurde der Name „Neue Wache“ gewählt, weil am Philippstor und Wilhelmstor bereits Wachgebäude existierten. Später, nach Auflösung der Bürgergarde, diente das Gebäude als Schmiede. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde – wo sich heute der neue Anbau befindet – eine giebelständige Scheune abgebrochen.

Sanierung im Sinne von Denkmalschutz und EnEV

Das Gebäude wurde im Rahmen des Umbaus komplett nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) energetisch saniert (lesen Sie auch: "Nach Umbau: Nutzer ziehen in Neue Wache in Ziegenhain"). Der Anbau hebt sich aufgrund seiner modernen Architektur vom Rest des Gebäudes ab. Die Arbeitsplätze von Tourismusservice, Schwalm-Touristik und Stadtmarketing sind zeitgemäß ausgestattet.

Im Obergeschoss wurde ein Büro noch nicht bezogen. Es war für Stadtmanager Alexander Dupont vorgesehen. Der hatte seine Aufgaben in Schwalmstadt während der Bauphase allerdings niedergelegt, um eine neue Stelle in Sontra anzutretreten.

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