Willingshausen: Tag der offenen Töpferei am Erbehof

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Freuen sich auf viele Besucher auf ihrem Hof: Gudrun und Peter Erbe. Foto: Archiv

Am 11. und 12. März ist bundesweiter Tag der offenen Töpferei. Allein in Hessen lassen über 6.000 Töpfereien hinter die Kulissen blicken. Eine davon ist der Erbehof in Willingshausen.

Willingshausen. Holzbrand, Schlicker, Feldbrand, Muffelofen und Segerkegel – was klingt wie ein Zauberspruch aus Harry Potter hat in Wirklichkeit mit der Herstellung von Keramik zu tun. Was genau sich hinter den Begriffen verbirgt, erfahren Interessierte beim Tag der offenen Töpferei. Der hat traditionell einen festen Platz im Terminkalender von Töpfern und Keramikliebhabern.

Immer am zweiten Wochenende im März öffnen weit über 500 Töpferei-Werkstätten und Ateliers ihre Türen, darunter allein 6.650 in Hessen. Die bereits zwölfte Auflage der Veranstaltung findet diesmal am Samstag und Sonntag, 11. und 12. März, jeweils zwischen 10 und 18 Uhr statt. Eine von vielen Töpfereien, in denen Besucher die Möglichkeit erhalten, einmal hinter die Kulissen zu blicken, Fragen zu stellen, mitzumachen und von Vorführungen zu lernen, ist der Erbehof in Willingshausen, Untergasse 12. Hier bietet sich vor allem Familien die Möglichkeit, in toller Atmosphäre kreativ zu arbeiten oder einfach mal die Seele baumeln zu lassen.

Frauen und Kinder stellen ihren eigenen Schmuck her

So können Frauen und Kinder beispielsweise ihren eigenen, individuellen Schmuck in allen Farben und je nach Geschmack herstellen. „Dazu stehen ihnen unsere selbst hergestellten Perlen zur Verfügung. Daraus können sie Armbänder, Ketten und alles kreieren, was sie gern möchten“, sagt Töpferei-Inhaberin Gudrun Erbe. Dabei steht das Fachpersonal vom Erbehof natürlich mit Rat und Tat zur Seite. „Uns ist es einfach wichtig, dass sich unsere Kunden wohlfühlen. Deswegen bereiten wir auch schon alles für sie vor“, erklärt Erbe.

In der Werkstatt können die jüngsten Besucher aber auch kleine Figuren wie beispielsweise Osterhühnchen, Schäfchen, Tauben oder Enten aus Ton modellieren. Angeleitet werden sie dabei von Joey Arand, der aktuellen Willingshäuser Stipendiatin. Das Beste aber ist: „Die Figuren, die thematisch gut zu Ostern passen, können am Ende beider Tage auch direkt mit nach Hause genommen werden“, sagt Erbe. Schließlich weiß die Pädagogin: Für Kinder ist es wichtig, dass sie mit einem Erfolgserlebnis heimgehen. Vom Angebot für die Kinder profitieren natürlich auch die Eltern.

Denn während sich die Kids in der Werkstatt kreativ ausleben, können ihre Eltern und Großeltern in aller Ruhe frisch gebrühten Kaffee trinken, köstliche Waffeln essen und das eine oder andere Schwätzchen halten. Wer möchte, kann sich aber auch ausgiebig in den Werkstätten und auf dem gesamten Hof umschauen. „An beiden Tagen nehmen wir uns mit genügend Personal viel Zeit für unsere Besucher“, sagt Erbe. Kein Wunder, dass sich der Tag der offenen Töpferei in Willingshausen längst schon etabliert hat.

Einen Lageplan mit den Adressen und Aktionen aller teilnehmenden Töpfereien gibt’s im Internet auf tag-der-offenen-toepferei.de.

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