Oldtimer-Treffen in Schwarzenborn: Eine Bildergalerie voller edler Autos

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Schwarzenborn wurde wieder zum Mekka für Oldtimer-Liebhaber. Zum 20. Mal zeigten Automobil-Besitzer auf Einladung der Daimler-Benz-Freunde ihre edlen Schätze.

Schwarzenborn. Nach den Gewittern der vergangenen Tage zeigte sich Petrus am Wochenende als wahrer Oldtimer-Fan. Bei schönstem Cabrio-Wetter gaben sich unzählige Zeitzeugen der Automobilgeschichte rund um den Sportplatz von Schwarzenborn ein Stelldichein. Das Treffen, das die Daimler-Benz-Freunde bereits zum 20. Mal auf die Beine gestellt hatten, bot für jeden Geschmack das passende Fahrzeug. Heinz Küstner aus Naumburg präsentierte seinen Mercedes 220, der Anfang der 50er Jahre das Straßenbild eroberte.

„Das war der erste Sechszylinder nach dem Krieg“, blickte er in die Historie des deutschen Automobilbaus zurück. „Als ich ihn 1993 gekauft habe, war er in einem ganz schlechten Zustand“, erinnerte sich der heute 81-Jährige an die Anfänge der langwierigen Restaurierung. Ein schwarz-roter Opel P4 gehört seit 1935 zur Familie von Gerhard Kahl, „mein Opa hat ihn damals neu gekauft und viele Jahre als Taxi eingesetzt“, sagte der Waberner, der den Wagen vor einigen Jahren wiederum von seinem Vater geerbt hat. Noch heute ist das gute Stück mit 23 Pferdestärken regelmäßig in Nordhessen unterwegs, „manchmal zickt er wie eine Frau“, bescheinigte sein jetziger Besitzer den ganz eigenen Charakter des Vehikels.

Doch nicht nur Fahrzeuge aus deutschen Autoschmieden waren im Knüll zu sehen, die Veranstaltung gestaltete sich wie immer international. Kleine Italiener, elegante Franzosen und solide Schweden gehörten dabei zu den europäischen Vertretern und auch die „transatlantische Fraktion“ zeigte sich variantenreich. Ein Viereinhalb-Liter-V8-Motor verbarg sich unter der Motorhaube des Pontiac „Star Chief deluxe“, Baujahr '55, mit dem Helmut Kohlhase aus Niedergrenzebach angereist war. „Er ist mit etwa 16 Litern auf hundert Kilometer relativ sparsam“, versuchte er den Durst des US-Straßenkreuzers zu beschönigen.

Vor allem Cineasten zeigten sich von Stephan Eschruths DeLorean DMC-12 begeistert – in der Trilogie „Zurück in die Zukunft“ diente das in Nordirland produzierte Gefährt nämlich als Zeitmaschine. „Die Bleche sind aus gebürstetem Edelstahl und nicht lackiert“, beschrieb er nur eine Besonderheit des außergewöhnlichen Flügeltürers, dem er, ganz nach seinem berühmten Vorbild, auch einen „Fluxkompensator“ eingebaut hatte. Bevor sich die Ausstellungsstücke des alljährlichen Automuseums mit ihren Fahrern wieder in alle Winde zerstreuten, fieberten die Besucher am späten Nachmittag der Ziehung des Hauptpreises bei der Tombola entgegen – diesmal war es ein Mercedes SLK 200.

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