Viele Besucher bei Ostermarkt im Museum der Schwalm in Ziegenhain

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Rund 1.300 Besuche schlenderten am Wochenende durch das Museum der Schwalm in Ziegenhain, um großartige Kunstwerke auf kleinen Eierschalen zu bestaunen.

Ziegenhain. Vielerorts scheinen derzeit bunte Eier an den Bäumen zu wachsen, doch die sind meist nur aus Plastik. Ganz anders die filigranen Kunstwerke, die am Wochenende beim Ostermarkt im Ziegenhainer Museum der Schwalm zu sehen waren.

Im Kunstkabinett brachte Sabine Becker heißes Bienenwachs mit einer Schreibfeder auf weiße Hühnereier, die Vorderseite zierten bekannte Schwälmer Muster, das Revers versah sie mit Sinnsprüchen und Bibelversen. Namensvetterin Erika Becker aus Wehrda hatte ganz unterschiedliche Kaliber in ihrem Sortiment. Vom Mini-Ei eines Zebrafinken bis hin zum gigantischen Straußen-Ei zog sich die Bandbreite. Auf Wunsch ihrer Kunden malte sie sogar deren Haustier auf die ovale Leinwand.

Am Tisch nebenan staunten die sechsjährige Caja und ihre große Schwester Nane über die Kunstfertigkeit von Christa Löwer aus Cölbe. Mit einer Stahlfeder brachte sie schwarze Tusche in feinen Linien auf die Eierschale. Im Luther-Jahr präsentierte sie neben einem Gänse-Ei mit dem Konterfei des Reformators auch zwei weitere mit der Luther-Rose. Die Eier von Sabine Dietz aus Marburg waren nicht nur ein optischer Genuss. Mit Zuckerguss schrieb sie Namen oder Grußbotschaften auf Schokoladeneier, die mit Marzipan oder Nougat gefüllt waren.

Neben den Ostereier-Künstlern fanden sich auch wieder zahlreiche Kunsthandwerker und Handarbeiterinnen ein. Insgesamt 26 Stände boten ein abwechslungsreiches Programm. Hobbyschreiner Holger Pfannkuch aus Hohenroda etwa präsentierte bei seinem Debüt sehenswerte Intarsienarbeiten, die nicht nur Museumsleiter Konrad Nachtwey ins Schwärmen brachten. Sein imposanter Löwenkopf bestand aus 132 Teilen von fünf verschiedenen Hölzern.

Die Damen der Spinnstube Seigertshausen gehören schon fast zum Inventar des Museums. In Schwälmer Tracht zeigen sie seit mehr als 25 Jahren ihre traditionelle Handarbeit. „Wir kommen gerne hierher. Man trifft viele Menschen und kann auch mal ein Schwätzchen halten“, lobte Anneliese Riebeling das familiäre Ambiente.

Auch kulinarisch kamen die rund 1.300 Besucher des Wochenendes auf ihre Kosten. Sowohl im Museumscafé als auch im Lüderkeller sorgten fleißige Helfer mit Selbstgebackenem und frisch Gekochtem dafür, dass niemand mit knurrendem Magen über den schönen Markt flanieren musste.

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