Ozzy rockt die Bühne im Mylord

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Schrecksbach. Black Sabbtah-Coverband gibt ihren Fans mächtig auf die Ohren.

Schrecksbach. Schwarz geschminkte Augen, ein irrer Blick und eine Jogginghose mit Glitzersternen – so kennen und lieben die Fans den Kult-Rocker Ozzy Osbourne.Die Freie Musikinitiative Schrecksbach (FMS) hatte am Samstagabend die Tribute-Band "Black Reunion" aus Magdeburg auf die Bühne geholt und etwa 150 Schwermetall-Freunde fieberten gespannt der Show im altehrwürdigen Mylord entgegen. Die drei Jungs von "Supercobra" aus Marburg heizten dem Publikum zu Beginn des Abends tüchtig ein und sorgten mit "Stromgitarrenmusik vom Feinsten" für Stimmung.

In der kurzen Umbaupause zollten Heiko Schwalm und die Mitglieder der FMS dem kürzlich verstorbenen Petards-Sänger Horst Ebert Tribut und ließen nur Songs der berühmten Schwälmer Beatband aus den 60er Jahren vom Band laufen. Mit Sirenengeheul enterten schließlich die Hauptakteure die Bretter, die an diesem Abend die (Metal-) Welt bedeuteten. Sänger Maysche, mit bürgerlichem Namen Olaf Mayscherek, verlieh dem durchgeknallten Frontmann von "Black Sabbath" so gekonnt Gestalt und Stimme,  dass man glauben konnte, der "Godfather of metal" stünde persönlich auf der Bühne. In genuscheltem Englisch sagte er Klassiker wie "War pigs", "Dirty women", oder Iron man" an, nicht ohne zuvor hilflos auf der Setliste nach dem nächsten Song zu suchen – genau wie Ozzy.

Er schnitt Grimassen, verharrte in seltsamen Körperhaltungen oder kreischte mit weit aufgerissenen Augen ins Mikro. Die schnellen Riffs von Gitarrist Frank Leupold und der hämmernde Bass von Holger Fizkow ergaben, zusammen mit dem Schlagzeug von Bernd Schilanski, den richtigen Sound für die gelungene Illusion eines Black-Sabbath-Konzerts. Zwischendurch schoss "Ozzy" mit einer goldenen Wasserkanone in den Saal oder stürzte mit einem Wassereimer an den Bühnenrand – zum Glück ergoss sich daraus nur Popcorn. Vor der Bühne tanzten die Fans, bis die langen schweißnassen Haare auf der Schulter klebten - andere ließen nur noch ihre "Phantom-Haare" fliegen. Am Ende der bemerkenswerten Show gaben die Musiker noch einmal Vollgas und verabschiedeten sich mit dem Welthit "Paranoid".

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