Paukenschlag im Schwalmstädter Stadtparlament: Fraktionsvorsitzender legt Mandat nieder

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Karsten Schenk.

Es sollte eine denkwürdige Sitzung der Schwalmstädter Stadtverordnetenversammlung werden. Als am Donnerstagabend der Vorsitzende der CDU-Fraktion ans Mikrofon trat, sorgte er für einen echten Paukenschlag.

Eine denkwürdige Parlamentssitzung erlebten die Stadtverordneten, Stadträte, Verwaltungsmitarbeiter und Gäste am Donnerstagabend im Ziegenhainer Rathaus. Vor allem der Schlusspunkt der Sitzung hatte es in sich. Den nämlich lieferte der CDU-Fraktionsvorsitzende Karsten Schenk.

Als der 15. und somit letzte Tagesordnungspunkt abgehandelt war und die ersten bereits ihre Taschen packten, trat Schenk noch einmal ans Rednerpult. Dort sorgte er für einen echten Paukenschlag, mit dem so niemand gerechnet hatte: „Zum Ende des Jahres lege ich mein Mandat als Stadtverordneter und Fraktionsvorsitzender nieder.“

Kaum ausgesprochen, herrschte plötzlich wieder Ruhe im Saal. Die folgende Erklärung für Schenks Entscheidung sollte sitzen: „Das Gute vorweg: Ich bin nicht schwerkrank. Und es hat auch nichts mit beruflichen Gründen zu tun. Es geht darum, wie ich mit dem umgehe, was sich in dieser Stadt abzeichnet.“

Dann wurde der langjährige Kommunalpolitiker konkreter: „Ich habe nichts gegen Herrn Pinhard persönlich, aber gegen seine Arbeit.“ Seit einem Jahr lägen so viele Beschlüsse auf Halte wie nie bei einem dessen jüngsten Vorgängern. Alle im Parlament vertretenen Fraktionen hätten dem Bürgermeister ihre Zusammenarbeit angeboten. Die Angebote seien jedoch nie angenommen worden.

„Auch heute wurde die Unzufriedenheit in allen Fraktionen erkennbar. Die Frustration hat ganz große Züge angenommen“, resümierte Schenk unter den Augen des Verwaltungschefs. Lange habe der Fraktionsvorsitzende der Christdemokraten über seinen Entschluss nachgedacht, bis er sich zu diesem „dramatischen Schritt“ entschied. Damit wolle Schenk für neuen Schwung sorgen.

Sein Ziel sei es außerdem, auch die Presse wachzurütteln. „Was hier passiert, muss nach außen getragen werden“, verlangte er. Als Ortsvorsteher Ziegenhains bleibe er jedoch erhalten. „Aber noch so ein Jahr oder gar fünf möchte ich dem schönen Schwalmstadt nicht zumuten.“

Die Reaktion von Bürgermeister Stefan Pinhard lesen Sie hier.

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