Rekord in Ziegenhain: Größter Schwälmer Schnatz aus Steinen

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Akribische Vermessung: Unter Beobachtung von Janina Riebeling (re.) nahm Bürgermeister Stefan Pinhard gemeinsam mit Sophie Scheibe Maß.

Aktion der "Schwälmer Steine"-Facebookgruppe war voller Erfolg.

Schwalm-Eder. Rund eineinhalb Wochen lang haben die Mitglieder der Facebookgruppe „Schwälmer Steine“ und weitere Beteiligte den Paradeplatz in Ziegenhain zum Platz der Begegnung werden lassen. Sie haben dort mit dem roten Schnatz bemalte Schwälmer Steine so ausgelegt, dass das Gebilde ebenfalls die Form des Schnatzes darstellte. Genau genommen war es die Kappe. Der Schnatz ist eigentlich das zum Dutt auf dem Oberkopf geflochtene Haar. Da sich der Begriff Schnatz im Sprachgebrauch jedoch etabliert hat, wenn die rote Kappe gemeint ist, haben die Initiatoren entschieden, das Projekt „Größter Schnatz der Schwalm“ zu nennen (lesen Sie auch: Alle sind im Sammelfieber).

„Wann immer man in der Zeit zwischen Startschuss und Finaltag zum Paradeplatz kam, man hat fast immer jemanden ‚zum Schwatz am Schnatz‘ angetroffen. Fast schade, dass sich dieser Ort der Begegnung nun wieder aufgelöst hat“, sagt Initiatorin Janina Riebeling. Nach dem fulminanten Start der „Schwälmer Steine“ haben sich im Umkreis weitere Steinegruppen gegründet. Besonders gefreut haben sich die Schwälmer, dass sich auch Gruppenmitglieder der Wichte-Steine (Morschen) und der Vogelsberger-Steine an der Aktion beteiligt haben. Selbst aus Swalmen in den Niederlanden wurde den Organisatoren ein Schnatz-Stein für das Großprojekt zugesandt.

In Kooperation mit dem Stadtmarketing hat das Team der „Schwälmer Steine“ anlässlich des Herbstmarktes „Ziegenhain vom Feinsten“ eine Tombola veranstaltet. Die Lose dazu haben Janina Riebeling und Jenny Scheibe vom „Schwälmer Steine“-Team dazu passend in Tracht ausgegeben. Über 840 Euro Spenden konnten zu Gunsten der ambulanten Hospizarbeit im Kirchenkreis Ziegenhain entgegengenommen werden. Die Geschäftsleute aus der Region hatten für die Tombola 50 Haupt- und über 200 Sofortgewinne zur Verfügung gestellt. Letztere konnten sich die glücklichen Gewinner direkt am Stand der „Schwälmer Steine“ aussuchen. Angeboten wurde dort auch das Flechten eines echten Schnatzes.

Beim finalen Vermessen des Schnatzes durch Bürgermeister Stefan Pinhard schauten mehr als 200 Interessierte zu. Das Team der „Schwälmer Steine“ rechnete kurzerhand die Fläche aus: Auf 8,2 Quadratmetern erstreckte sich der größte Schnatz der Schwalm. Die Künstler durften nach der Finalveranstaltung auf Wunsch ihre eigenen Steine wieder an sich nehmen. Alle anderen Steine – Schätzungen nach seien es mindestens 2.500 Stück gewesen – wurden von den Anwesenden mitgenommen, um sie, so Bürgermeister Pinhard, „genau wie die Konfirmation vor 500 Jahren von Ziegenhain aus in die Welt zu tragen.“ Eine neue Gruppenaktion sei für den Weihnachtsmarkt in Ziegenhain schon in Planung, verrät Riebeling.

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