Riebelsdorfer wollte mit Kronkorken-Sammlung ins Guinness-Buch

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Eine Menge Blech: Mehr als 37.600 Kronkorken hat Hans Dietz gesammelt.

Mehr als 37.000 Kronkorken hat Hans Dietz aus Riebelsdorf gesammelt. Damit wollte er einen Weltrekord aufstellen.

Riebelsdorf. Hans Dietz hatte eine Mission. Seit 2010 bewahrte er jeden Kronkorken auf, den er in die Finger bekam, um mit seiner Sammlung ins Guinness-Buch der Rekorde zu kommen. Mit der Bitte, ihm dabei zu helfen, wendete er sich an unsere Redaktion. Dietz spreche kein Englisch, doch die Anmeldung müsse in dieser Fremdsprache erfolgen. „Mein Enkel sollte mir ursprünglich dabei helfen, aber der hat wenig Zeit, also brauche ich andere Unterstützung.“

Gesagt, getan. Innerhalb weniger Minuten war die Online-Registrierung abgeschlossen. Doch auf die anfängliche Euphorie folgte nur kurz danach Ernüchterung: Dietz’ Sammlung von 37.608 Kronkorken ist nicht groß genug. Der Däne Poul Høegh Poulsen hat seit 1956 satte 101.733 unterschiedliche Deckel gesammelt und ist damit aktueller Rekordhalter.

„Schade, ich hätte gern im Guinness-Buch gestanden und etwas Besonderes geleistet“, gesteht der Riebelsdörfer. Warum er gerade Kronkorken gesammelt hat, habe einen einfachen Grund. „Mir wurde damals gesagt, dass noch kein Rekord für die größte Kronkorkensammlung aufgestellt wurde. Somit hatte ich ein Ziel.“

Das Aussehen und die Herkunft der einzelnen Deckel interessiert den 77-Jährigen dabei nicht. Er achtet lediglich darauf, ob es sich um Bierflaschen handelt. Mithilfe von Freunden und Bekannten habe er die Sammlung stetig erweitern können. „Alleine wäre das nicht möglich gewesen. Nach einem Polterabend habe ich beispielsweise von der Brauerei Haaß viele geschenkt bekommen“, erinnert sich Dietz.

Im ehemaligen Kuhstall bewahrt er die Kronkorken in Eimern und Wannen auf. „Die lasse ich wohl demnächst entsorgen“, sagt Dietz entschlossen, denn einen emotionalen Wert hätten die Kronkorken für ihn ohnehin nicht gehabt. „Ich wollte damit einfach nur ins Guinness-Buch. Aber den aktuellen Rekord werde ich nicht mehr brechen können“, ist er sich sicher. Eine kleine Hoffnung bleibt dem Rentner jedoch: „Vielleicht gibt es ja eine Brauerei, die mich trotzdem auf irgendeine Weise für meine Sammlung belohnen möchte.“

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