Schüler der Steinwaldschule in Neukirchen hängen Plakate gegen die der Partei "Die Rechte" auf

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Hannah Kaiser (v. li.), Finn Pflanz, Anna Probst und Nico Keller bringen das zweite Plakat am Marktplatz vor der Kirche an.
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Kümmern sich gemeinsam um neue Plakate in Neukirchen: (v. li.) Olaf Rödiger, Hannah Kaiser, Michael Slabon (Leiter der Bauverwaltung), Finn Pflanz, Eckhardt Berg, Nico Keller, Tom Werner, Gerd Höfer und Anna Probst.
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Hannah Kaiser (v. li.), Finn Pflanz, Nico Keller, Gerd Höfer und Anna Probst beim Kleistern der Plakate.
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Plakate gestaltet, bestellt, verteilt, gekleistert und aufgehangen - Schüler setzten politische Idee von vergangener Woche heute unter anderem in Neukirchen um.

Diesem Thema geht der Artikel "Aktion zur rechten Wahlwerbung: Schüler hängen selbst Plakate gegen Rechtsextremismus in Homberg und Neukirchen auf" voraus.

Neukirchen. Nach der kurzfristigen Gestaltung von Gegenplakaten zur Partei „Die Rechte“ (wir berichteten) folgte die Bestellung und am Mittwoch auch das Aufhängen, wie etwa in Neukirchen. Dort trafen sich Schulsprecherin Hannah Kaiser (16 Jahre), Vize-Schulsprecherin Anna Probst (15 Jahre), Nico Keller (15 Jahre) und Finn Pflanz (16 Jahre, beide Mitglieder der Schülervertretung), um vier Plakate einzukleistern und in der Marktgasse und Kurhessenstraße aufzuhängen. Diese Aktion soll Widerstand gegen den Wahlspruch „Israel ist unser Unglück!“ der Rechten zeigen.

„Wir haben ja auch mitzureden und verstehen, dass solche Plakate nicht gut sind“, erklärt Kaiser bestimmt als Reaktion auf die rechten Plakate. Unterstützung bekamen sie dabei von Olaf Rödiger, Schulleiter der Steinwaldschule Neukirchen sowie Eckardt Berg vom Bauhof und Tom Werner, Projektkoordinator von „Gewalt geht nicht“. Auch Erster Stadtrat Gerd Höfer kam in Vertretung für Bürgermeister Klemens Olbrich vorbei: „Die Plakate müssen auch in Neukirchen hängen, wo alles anfing.“

Eckhardt Berg und Anna Probst bringen aus dem Hebekorb das erste Paar Plakate an.

„Gerade in Neukirchen haben wir ein heißes Feld an politischen Meinungsäußerungen“, erzählt Rödiger und ergänzt deutlich, „die Plakate werden benutzt, radikales Gedankengut zu verbreiten. Nicht Israel ist mit den Plakaten gemeint, sondern die Israeliten – und wenn eine Volksgruppe miss­braucht wird, ist das Rassismus.“

Nach dem Ankleistern der Plakate, bei dem die vier Schüler sichtlich Spaß hatten, ging es für Probst und Berg über einen Hebekorb hoch hinaus, um die ersten beiden Plakate in der Kurhessenstraße anzubringen. Das zweite Paar Plakate wurde dann in Gemeinschaftsarbeit aller Schüler und Berg näher zum Boden in der Marktgasse angebracht.

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