Schwälmer Brotladen erhält Goldmedaille für Weihnachtsstollen

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Im Schwälmer Stollen steckt viel Liebe und vor allem Leidenschaft (v.l.): Jürgen Viehmeier, Peter Viehmeier und Lena Dippel.  

Fünf Sorten hat die Traditionsbäckerei dieses Jahr im Angebot und trifft damit die unterschiedlichsten Geschmäcker.

Gilserberg. In seiner typischen Form und mit ganz viel Puderzucker bestäubt soll der Weihnachtsstollen an das in Laken gewickelte Christkind erinnern – das erklärte Peter Viehmeier am Mittwoch in der Gilserberger Backstube, während er den rohen Teig mit beiden Händen ordentlich durchknetete. Fünf leckere Sorten hat die Traditionsbäckerei Schwälmer Brotladen dieses Jahr im Angebot. Dabei sollen so viele unterschiedliche Geschmäcker wie möglich getroffen werden.

„Im klassischen Butterstollen sind viele Rosinen. Für diejenigen, die keine mögen, haben wir den Marille-Stollen mit Aprikosenstückchen, die vorher in Marillenbrand eingelegt wurden, und den Marzipanstollen“, erklärt Viehmeier. Der Champagner Stollen und Rotkäppchenstollen – der mit Macadamia- und Paranüssen sowie ganzen, ungeschälten Mandeln verfeinert ist – ergänzen die Sorten.

Was alle Stollen gemeinsam haben, ist die Handarbeit. „Bis auf die Knetmaschine und den Ofen kommen keine Maschinen zum Einsatz. Ich wiege selbst, knete den Teig durch und drücke ihn in die Form. Später wird der Butterstollen beispielsweise zweimal in einer Rum-Zucker-Wasser-Mischung getränkt und danach noch einmal mit flüssiger Butter übergossen und in Zucker und Vanille eingetaucht. Erst wenn er richtig durchgezogen hat, schneiden wir ihn und bestäuben ihn mit Puderzucker“, erklärt Viehmeier die einzelnen Arbeitsschritte.

200 Stück backt der Meister zurzeit täglich. „Bei der Stollenherstellung habe ich einen hohen Anspruch und möchte, dass sie perfekt sind. Deshalb backe ich sie einfach selbst“, sagt Viehmeier. Außerdem setzt die Bäcker-Familie auf feine Butter, die dem Stollen den saftigen Geschmack geben soll.

„Es gibt gewisse Leitsätze, wie viel Prozent von welcher Zutat mindestens in einem Stollen vorhanden sein muss. Unsere Rezepte liegen alle darüber. Wir benutzen zum Beispiel noch mehr Butter und Früchte, die wir extra lange einlegen“, erklärt Jürgen Viehmeier. Die Qualität wurde von der Bäcker-Innung mit einer Goldmedaille für alle Stollen bestätigt.

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