Schwälmer Jahrbuch 2020 mit Neuerungen

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Schöne Gestaltung: Viele Bilder veranschaulichen die einzelnen Artikel und Rückblicke im Jahrbuch.

Das beliebte Schwälmer Jahrbuch beinhaltet wieder viele Jahresrückblicke und geschichtliche Artikel, greift aber auch neue Inhalte auf.

Schwalm. Es ist bereits 60 Jahre her, als der Schwälmer Heimatbund das erste Schwälmer Jahrbuch drucken ließ. Seit 1971 erscheint es jährlich und gehört für viele zur Pflichtlektüre. In der neuen Ausgabe finden die Leser unter anderem wieder einige Rückblicke aus den Museen in Ziegenhain, Willingshausen und Holzburg. „Wer beispielsweise die Laudatio von Julia Krawetzke zur Ausstellung ‚Annerschda‘ und den Artikel zur Schwälmer Weißstickerei liest, der hat nachhaltig etwas davon“, verspricht Peter Reuter, Vorsitzender des Schwälmer Heimatbundes.

Die Kapitel der Ausstellungen in Willingshausen sind vor allem von vielen Bildern geprägt. So erhalten auch diejenigen einen Eindruck, die keine Möglichkeit hatten, persönlich vorbeizuschauen. Ebenso lebendig ist der fotografische Rückblick auf das Festwochenende zum 60. Geburtstag des Schwälmer Dorfmuseums Holzburg. Darüber hinaus fasst Autor Heinrich Opper dessen Entwicklung von der Entstehung bis zur Gegenwart in seinem Text zusammen.

Autor Bernd Lindenthal hat außerdem zwei alte Dankesreden von Landrat a.D. Heinrich Treibert zum 65. und 70. Geburtstag im Archiv gefunden und im Jahrbuch mit einer kleinen Einleitung abgedruckt. „Das ist ein wirklich schöner Einblick in das Leben einer für die Region bedeutenden Persönlichkeit“, so Reuter.

Erstmals haben sich auch Schüler der Melanchthon-Schule Steinatal, des Schwalmgymnasiums und der Steinwaldschule Neukirchen an der inhaltlichen Gestaltung des Jahrbuches beteiligt. In Kooperation mit dem Evangelischen Forum Schwalm-Eder haben sich neun Schüler und drei Lehrer mit dem Thema „Kindertransporte in Nordhessen“ auseinandergesetzt. Ziel war es, sich besonders mit den Biografien von zwei Kindern zu beschäftigen, die den Transport erlebt haben. Die Ergebnisse sind mittlerweile Teil einer gemeinsamen Wanderausstellung von mehreren Schulen im Schwalm-Eder-Kreis. Im Artikel erzählen die Schüler, was sie während des Projekts erlebt und vor allem gelernt haben.

Das Schwälmer Jahrbuch schließt mit einer weiteren inhaltlichen Neuerung ab. Erstmals gibt es eine Buchbesprechung von zwei Werken des in Holzburg wohnenden Autors Berndt Schulz. „Den Atem anhalten“ ist ein autobiografischer Roman, der 2017 erschienen ist. In „Schöne grüne Welt“ geht es um Episoden vom Land.

Für die grafische Gestaltung ist auch in diesem Jahr wieder Eckhard Knauff verantwortlich. „Er hat dafür gesorgt, dass in diesem Jahr besonders viele Bilder zur Anschauung ihren Platz im Jahrbuch gefunden haben. Es ist also nicht nur inhaltlich wirklich gelungen, sondern ein richtiger Hingucker“, so Reuter. Das Jahrbuch ist für 15,90 Euro im Museum der Schwalm, in der Schwalm Touristik sowie in örtlichen Buchläden erhältlich. Mitglieder werden gebeten, ihr Exemplar bis zum Ende des Schwälmer Weihnachtsmarkts am 15. Dezember im Museum abzuholen.

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