Schwälmer Jahrbuch ist ab sofort erhältlich

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Interessante Geschichten auf jeder Seite: Ein Kapitel handelt von Hephata zu Zeiten des Dritten Reichs.

Das Buch hat wieder mal viele interessante Geschichten aus der Schwalm parat.

Schwalm. Pünktlich zur Weihnachtszeit ist wieder das Schwälmer Jahrbuch erschienen. Herausgeber ist der Schwälmer Heimatbund, der in Zusammenarbeit mit Heinrich Opper (Redaktion), Echhard Knauff (Layout) und vielen Autoren jede Menge Kulturgeschichte, Museumsrückblicke und Aufsätze über interessante Menschen auf 168 Seiten vereint. So porträtierte Brunhilde Miehe neun waschechte Schwälmerinnen, die täglich ihre Trachten tragen und die Schwälmer Kultur leben. Die Älteste unter ihnen ist die 96-Jährige Leimsfelderin Anna Katharina Ochs.

Tragische Geschichten aus Hephata

Bernd Lindenthal gibt in seinem Aufsatz zum Thema „Von Hephata nach Hadamar“ Einblicke in persönliche Schicksalsschläge zu Zeiten des Dritten Reichs. Viele Heimbewohner Hephatas wurden nach Hadamar verlegt und fanden dort ihren Tod. Lindenthal recherchierte im Archiv der Gedenkstätte Hadamar und fasste seine Erkenntnisse kurz und knapp zusammen.

Unter seinen Aufzeichnungen ist auch ein Brief eines Bewohners, der sich herzergreifend an seine Eltern wendet, die ihn aus der Anstalt holen sollten. Auch die Geschichte eines anderen Bewohners rührt die Leser. Denn Helmut V. sollte eigentlich wieder in die Obhut seiner Mutter kommen. Die kämpfte zumindest drei Jahre lang darum. Ihre Anfrage wurde aber immer ignoriert. Als Helmut V. 1944 verstarb, erfuhr seine Mutter erst einige Monate später davon.

Erinnerungen an Ausstellungen der Museen

Das Museum der Schwalm, die Willingshäuser Künstlerkolonie und das Dorfmuseum Holzburg erinnern mit Beiträgen an einige Highlights aus ihren Einrichtungen. Das Thema Mythologie, das in einer eigenen Ausstellung im Museum der Schwalm behandelt wurde, haben Dennis Möller und Catharina Knoch noch einmal auf zehn Seiten behandelt.

Die Künstlerkolonie erinnert noch einmal an drei ihrer Stipendiaten und das Dorfmuseum Holzburg lässt die Ausstellung „Knopfmacherei“ mit vielen Bildern noch einmal aufleben. Das Jahrbuch ist für 15,90 Euro im Museum der Schwalm und im örtlichen Buchhandel erhältlich. Der Schwälmer Heimatbund bittet seine Mitglieder, für die das Buch kostenlos zur Verfügung steht, es bis zum Schwälmer Weihnachtsmarkt im Museum abzuholen.

Konrad Nachtwey verabschiedet sich

Letztmalig wurde das Jahrbuch von der Druckerei Plag gedruckt. Auch für Konrad Nachtwey ist es das letzte Jahrbuch als Leiter des Museums der Schwalm in Ziegenhain. Er nutzte die Ausgabe, um sich persönlich zu verabschieden und bei seinen Weggefährten zu bedanken.

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