Ehrenamtler der Schwälmer Rumänienhilfe fahren 1.700 Kilometer, um Heimkindern in Ilisua schöne Weihnachten zu bereiten

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Tolle Überraschung im Heim von Ilisua: Heinz Thiel, Bernd Weber und Rolf Hofmeister nahmen eine 1.700 Kilometer lange Strecke auf sich, um den Kindern ein schönes Weihnachtsfest zu bereiten. So lag für jeden kleinen Bewohner auch ein Geschenk unter dem liebevoll geschmückten Weihnachtsbaum.

Seit über 20 Jahren organisiert und fährt die Schwälmer Rumänienhilfe Transporte nach Osteuropa. Vor Kurzem waren die Ehrenamtler um Heinz Thiel wieder vor Ort und in weihnachtlicher Mission unterwegs. Im Gepäck hatten die Schwälmer Geschenke für Kinder aus einem Heim in Ilisua.

Schwalmstadt/Ilisua. Längst nicht alle Menschen haben Mittel und Möglichkeiten, Weihnachten ausgiebig zu feiern. „In Rumänien ist die Armut im ländlichen Raum besonders ausgeprägt. Der Durchschnittsverdienst liegt zwischen 200 und 300 Euro. Die Lebensmittel sind aber so teuer wie bei uns“, weiß Inge Thiel. Seit 1992 unterstützt die Treysaerin, zusammen mit Ehemann Heinz Thiel und den Mitgliedern der Schwälmer Rumänienhilfe ein Kinderheim in Ilisua. Den Anfang machte Heinz Thiel, der ursprünglich nur einmal den gut 1.700 Kilometer weiten Weg in die ostrumänische Provinz auf sich nehmen wollte.

Inzwischen aber hat sich der Ehrenamtler mehr als 50-mal in einen Transportwagen gesetzt, um insgesamt über 170.000 Kilometer hinter sich zu lassen und Spenden aus der Schwalm nach Ilisua zu bringen. Seine jüngste Fahrt fand Ende November statt. Inzwischen sind Heinz Thiel und sein treuer Dackel Maxi wieder zurückgekehrt. „Die vielen Kinder hatten mich schon erwartet. Mit strahlenden Augen haben sie ihre Geschenke aufgerissen und sich bedankt“, fasst Thiel das Erlebte zusammen.

Unterstützen seit 1992 ein Kinderheim im rumänischen Ilisua und gründeten die Schwälmer Rumänienhilfe: Das Ehepaar Inge und Heinz Thiel aus Schwalmstadt mit Dackel Maxi.

Etliche Familien, Schulen, Kindergärten und andere Einrichtungen waren dem Aufruf unserer Zeitung gefolgt und hatten kleine Weihnachtspakete gepackt. „Über 800 Pakete sind zusammengekommen – aus ganz Nordhessen“, resümiert Heinz Thiel zufrieden. Die Firma Flach aus Leimsfeld hatte Kochwürstchen, Weißbrot und Senf zur Verfügung gestellt, damit die Heimkinder ihr Weihnachtsfest nicht mit knurrenden Mägen erleben müssen. Das Ziegenhainer Autohaus Weckesser hatte – wie schon in den vergangenen Jahren – ein Fahrzeug bereitgestellt, damit auch alle Pakete nach Rumänien transportiert werden können. Neben Thiel fuhren Bernd Weber und Rolf Hofmeister jeweils einen Transportwagen.

„Die Unterstützung war großartig“, fasst Heinz Thiel zusammen. Es seien so viele Spenden zusammengekommen, dass neben dem Heim in Ilisua auch noch zwei Kindergärten und eine Schule für Menschen mit Behinderungen in Beclan profitierten. „Und dann haben wir noch dem dortigen Bürgermeister etwa 250 Päckchen gegeben. Er verteilt sie an Bedürftige“, erklärt Thiel. Auf die Frage, ob das Schwälmer Rentnerpaar denn nun erstmal in Ruhe die Feiertage genießen werde, antwortet Heinz Thiel: „Die Kinder und Jugendlichen warten schon darauf, dass wir wiederkommen.

Hilfe aus ganz Nordhessen: Über 800 Weihnachtspakete konnte die Rumänienhilfe mit nach Ilisua nehmen.

Wir arbeiten aktuell an einem Anbau für das Kinderheim in Ilisua. Der soll im Frühjahr fertig werden.“ Weil ihre Hilfe vor Ort benötigt wird, wollen Thiels in wenigen Tagen wieder Richtung Rumänien aufbrechen. Dann sogar für einen Zeitraum von zwei oder gar drei Monaten.

Aber warum der strapazierende Einsatz? „Weil hier bei uns alles in Hülle und Fülle vorhanden ist. Davon können wir abgeben. Und seitdem wir das erste Mal dort waren, sind wir Feuer und Flamme. Wir wollen einfach nur helfen“, erklären Thiels. Helfen können unsere Leser übrigens auch – sogar ohne den weiten Weg bis nach Ilisua auf sich nehmen zu müssen (siehe EXTRA-INFO).

EXTRA-INFO

Und so können Sie helfen

Auch über die Weihnachtspäckchen-Aktion der Schwälmer Rumänienhilfe hinaus, sind die Kinder und Jugendlichen in Ilisua auf Sach- und Geldspenden angewiesen. Dafür stellt der Verein gerne Spendenquittungen aus. Benötigt werden Sachspenden wie Kleidung für Kinder und Jugendliche, Bettwäsche, Decken, Handtücher, Nahrungsmittel, Körperpflegemittel, Schul- und Bastelmaterial. Durch Geldspenden können lang haltbare Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis und Zucker, Holz zum Heizen, Medikamente und Nutztiere gekauft sowie nötige Bauarbeiten, Benzin- und Mautkosten gezahlt werden. Kontakt: Schwälmer Rumänienhilfe, Wilhelm-Helwig-Straße 19, 34613 Schwalmstadt-Treysa, Tel. 06691-966532, E-Mail: hithiel@t-online.de, www.sr-hilfe.de

Bankverbindungen: Stadtsparkasse Schwalmstadt IBAN: DE 17 5205 3458 0000 0242 24 BIC: HELADEF1SWA Kreissparkasse Schwalm-Eder IBAN: DE77 5205 2154 0200 1218 95 BIC: HELADEF1MEG VR Bank HessenLand IBAN: DE36 5309 3200 0001 0198 30 BIC: GENODE51ALS

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