Holzburgerin schreibt Schwälmer Wörterbuch - 5 Exemplare zu gewinnen

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An ihrem Schreibtisch hat Margarete Jäckel unzählige Stunden lang recherchiert und geschrieben. Herausgekommen ist ein 186 Seiten starkes Nachschlagewerk für Schwälmer Begriffe und humorvolle Redewendungen.

Zum Erhalt der altertümlichen Mundart hat die Holzburgerin Margarete Jäckel ein Wörterbuch mit Schwälmer Wörtern und Redensarten geschrieben.

Schrecksbach-Holzburg. Nach und nach verstummt die Schwälmer Sprache. Die Mundart aus dem Altkreis Ziegenhain wird von immer weniger Menschen gesprochen. Das Schwälmer Platt, die einst typischen Ausdrücke und Redensarten drohen völlig verlorenzugehen. Margarete Jäckel aus Holzburg aber stemmt sich gegen diesen Trend.

Vor Kurzem hat die 73-Jährige ihr zweites Buch mit Dialekt-Begriffen veröffentlicht. Das nahm die Autorin zum Anlass, unserer Redaktion einen Brief zukommen zu lassen. Auf Schwälmer Platt bittet sie den SCHWÄLMER BOTE - eine Schwesterzeitung des Onlineportals lokalo24.de - über ihr Buch zu berichten und erklärt, warum sie überhaupt das außergewöhnliche Nachschlagewerk geschrieben hat. Das „Schwälmer Wörterbuch“ mit dem Beinamen „Frieher ön hett – in gressere Engerscheed getz goa net“ ist kein reines Wörterbuch. „Zwischen jedem Buchstaben warten Gedichte, Redewendungen und Vergleiche zwischen früher und heute“, erklärt die Autorin.

Auf insgesamt 186 Seiten präsentiert Jäckel den Schwälmer Sprachschatz – zusammengefasst und ausgeschmückt für all diejenigen, die nie ein Wort des oft derb klingenden Schwälmer Platts gesprochen oder verstanden haben. Gleichermaßen aber dürfte das Sammelwerk auch diejenigen begeistern, die mit der Sprache der Schwälmer aufgewachsen sind. Ihnen nämlich könnte die eine oder andere Redewendung noch aus der eigenen Kindheit bekannt sein.

Höchst unterhaltsam und treffend zugleich sind Jäckels Vergleiche von damals und heute. Die Holzburgerin beschreibt unter anderem die Entwicklung der Frau, der Bauern, von Eheleuten und der Jugend – natürlich in Schwälmer Mundart und mit entsprechenden Übersetzungen ins Hochdeutsche.

Die humorvollen Vergleiche beeindrucken aber auch dadurch, dass sie die Wahrheit gezielt auf den Punkt bringen. Geschrieben hat Jäckel die einzelnen Wörter übrigens so, wie die Schwälmer sie einst sprachen oder manche auch noch bis heute aussprechen. „Eine geregelte Rechtschreibung gibt es dafür ja nicht“, so die Autorin. Bei „Frieher ön hett“ handelt es sich um Jäckels zweites Buch. Es wurden 750 Exemplare gedruckt. Unterstützt wurde die Autorin dabei von Volker Bernhardt und der Alsfelder Firma „Spontan Werbung“. Den Anstoß zu den intensiven Arbeiten am Buch hatte Dr. Anton Merk, der ehemalige Leiter des Schwälmer Dorfmuseums in Holzburg, gegeben.

Erhältlich ist das Buch für 15 Euro in allen Filialen der Kreissparkasse Schwalm Eder, im Neukirchener Verkehrsbüro, im Alsfelder Buchladen „Buch 2000“, bei „Buch am Markt“ in Neukirchen, im Holzburger Museum und bei Margarete Jäckel selbst (Tel. 06698-1274).

Das Beste aber ist: Unsere Leser können sich das Geld für das außergewöhnliche Wörterbuch auch sparen. Denn:

Wir verlosen 5 Exemplare

Und so einfach können Sie mitmachen: Beweisen Sie, dass Sie sich mit der Schwälmer Mundart auskennen und schreiben Sie uns, was der Begriff „versollderiern“ bedeutet. Geben Sie in Ihrem Schreiben unbedingt auch Ihren Namen, Adresse und Telefonnummer an. Sie können entweder per Post (Schwälmer Bote, Redaktion, Bahnhofstraße 10, 34613 Schwalmstadt-Treysa) oder per E-Mail ( gewinnspiel@mb-media.de – Stichwort: Frieher ön hett) teilnehmen. Einsendeschluss ist Freitag, 30. Juni.

Die Gewinner werden von uns telefonisch benachrichtigt. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen. Wir wünschen viel Glück. Hier gelangen Sie zu unseren Teilnahmebedingungen.

+++ Extra Info +++

Dieses Schreiben erreichte unsere Redaktion:

Die Zejring heest

de „Schwälmer Bote“,

Hä hött e besondere Note.

Hä mecht Sache bekaand,

oaussäm Schwälmer Laand.

Frieher schwatzte se all Schwälmer

ö musste i der Schul hochdeutsch länn.

Hett es remgedreht,

so schwatze se all hochdeutsch,

ö Schwälmer länn es schwer

fehr die Kenn.

Ich drecks mol oaus ganz gelind,

es wer doch schlemm,

wenn ins Schwälmer Sprooch

ganz verschwind.

Nu honn ich e Buch geschrewwe,

do stett vom Engerscheed

zwesche frieher ön hett

ö veele ewwersaasde Wedder denn,

es wehr schie, wenns veele däre notze

ön werre Schwälmer däre länn.

Doas es doch so e Sache,

die e Zejreng, die sich Schwälmer heest,

mol bekaand kinn gemache.

Nu noch in Satz:

Ich hees Margarete Jäckel

ön honn geschrewwe

de „Schwälmer Wortschatz“.

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