In der Schwalm schlichtweg fehl am Platz

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Schwalm-Eder. In Zeiten schwieriger Finanzlagen und Haushaltskonsolidierung sind Neujahrsempfänge unnötig. Ein Zwischenruf von Michael Seeger.

Schwalm-Eder. Den wirklich wichtigsten Menschen, nämlich der Familie, wünscht man direkt zu Jahresbeginn, kurz nach Mitternacht, am 1. Januar, alles Gute für das neue Jahr. Scheinbar wichtige Leute aber brauchen wohl die große Bühne, um möglichst vielen Menschen eben solche Glückwünsche zu überbringen. Dazu gibt es Empfänge, zu denen der Bundespräsident, aber auch Bürgermeister und Vereinsvorsitzende einladen. Und weil sich sehr viele Menschen selbst als wichtig erachten, gibt es eine Menge solcher Neujahrsempfänge. Dabei geht es natürlich nicht um das neue Jahr an sich, sondern um das Sehen und Gesehenwerden.

Und so wird bei Neujahrsempfängen ein elitäres Publikum, bestehend aus bekannten Personen aus Politik, Wirtschaft und Kultur, bedient, das sich ohnehin auf diversen Veranstaltungen begegnet. In der Schwalm ist das anders: Fast alle Bürgermeister verzichten auf einen Neujahrsempfang. Das ist gut so! Im Kreis gibt es 27 Städte und Gemeinden. Wenn jeder sich besuchen wollte, reicht ein einziger Monat nicht aus. Und ohnehin sind unnötige Veranstaltungen in Zeiten schwieriger Finanzlagen und Haushaltskonsolidierung für Kommunen untragbar. Ein krampfhaftes Festhalten an der Tradition des Neujahrsempfangs, wie etwa in der Kreisstadt Homberg, ist hier schlichtweg fehl am Platz.

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