Schwalmstadt unterstützt die „Tour der Hoffnung“

Zwischenstopp in Ziegenhain: Michel Descombes li.) fuhr mit dem Fahrrad von Ebsdorf nach Berlin. Unterwegs sammelte er Spenden für die Krebsforschung und für die Betreuung krebskranker Kinder. Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard gab Descombes spontan einen Beitrag mit auf den Weg. Foto: Stadt Schwalmstadt/Seeger/nh

Der Weg nach Berlin führt über Ziegenhain – zumindest, wenn man in Ebsdorf startet und auf dem Fahrrad bis in die 500 Kilometer entfernte Hauptstadt radelt. So machte es Michel Descombes kürzlich, als er seine persönliche „Tour der Hoffnung“ startete.

Schwalmstadt.

Weil die große Auflage der karitativen Radtour coronabedingt ausfallen musste, beschloss der 79-jährige Franzose mit deutscher Staatsbürgerschaft, selbst die Initiative zu ergreifen. Unterwegs machte er Halt in Städten und Gemeinden, um Spendengelder für den guten Zweck zu sammeln. Nachdem Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard kurzfristig von Descombes Vorhaben erfahren hatte, bot er ihm spontan einen Zwischenstopp in Ziegenhain an.

Als Descombes nur einen Tag später auf den Paradeplatz rollte, empfing ihn Pinhard bereits mit einem Lächeln im Gesicht. Kein Wunder, ist der charismatische Dauerradler doch ein echter Hingucker. Mit Tricolor-Perücke, Super-Michel-Kostüm und Klappfahrrad sorgt Descombes für einen nicht alltäglichen Anblick. Mit seinem auffälligen Erscheinungsbild lenkt er die Aufmerksamkeit auf sich und den guten Zweck, den er verfolgt.

Descombes Ziel: So viel Geld wie möglich für die Krebsforschung sowie für die pflegerische und psychosoziale Betreuung krebskranker Kinder zu sammeln. Begeistert vom Paradeplatz, kam Descombes schnell ins Gespräch mit Schwalmstadts Bürgermeister. Pinhard erläuterte die historische Bedeutung des Platzes und welche Verwendung die dortigen, geschichtsträchtigen Bauwerke inzwischen haben.

Am Ende des netten Plauschs wurde Pinhard, der selbst Familienvater ist, nachdenklich. „Noch immer sterben viele Kinder an einer Krebserkrankung. Und noch immer sind die psychischen Belastungen für die Kinder und ihre Familien ebenso schwerwiegend, wie das körperliche Leid. Wir unterstützen die Forschung und Betreuung krebskranker Kinder deshalb gern. Wenn jede Kommune einen kleinen Beitrag leistet, wird am Ende eine große Summe für den guten Zweck zusammenkommen“, so Pinhard.

Descombes nahm den spontanen Spendenbeitrag dankend entgegen. Dann machte er sich auf den Weg nach Frielendorf und Homberg, wo die nächsten Bürgermeister auf ihn warteten.

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