Schwalmstadts neuer Stadtmanager vorgestellt: Achim Nehrenberg tritt Dupont-Nachfolge an

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Nach ausgiebiger Eingewöhnungszeit stellte Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard (li.) am Montagmittag den neuen Stadtmanager Achim Nehrenberg vor.

Unter der Woche stellte Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard den neuen Stadtmanager vor: Achim Nehrenberg tritt die Nachfolge von Alexander Dupont an.

Es ist Montagmittag, als sich unserer Redaktion die Tür zum Bürgermeisterbüro im Treysaer Rathaus öffnet. Verwaltungschef Stefan Pinhard bittet uns herein. Sein Anliegen: die Vorstellung des neuen Schwalmstädter Stadtmanagers.

Ganz neu ist der allerdings nicht mehr. Seit 1. Juni im Dienst, hatte Achim Nehrenberg ausreichend Zeit, sich mit der Stadt und der Region betraut zu machen. Es scheint, als sei der Nachfolger Alexander Duponts bislang bewusst von Presse und Öffentlichkeit ferngehalten worden. Lediglich eine Kurzvorstellung im Stadtparlament hatte es gegeben.

„Für das Amt haben wir uns eine Person gewünscht, die unvoreingenommen alles von außen betrachtet“, erklärt Bürgermeister Stefan Pinhard einen der Gründe, warum sich die Kommission, bestehend aus Mitarbeitern der Stadtverwaltung und des Magistrats, für Nehrenberg entschieden hat. Neben ihm hatte es rund 60 weitere Bewerber gegeben. „Im Bereich der Standortentwicklung und des Stadtmarketings ist es nicht meine erste Station“, fügt Nehrenberg selbst einen weiteren Grund hinzu. Zeit, sich einen Eindruck von den örtlichen Gegebenheiten zu verschaffen, hatte er ausreichend, ehe wir den 50-Jährigen unter der Woche näher kennenlernen durften.

Der neue Stadtmanager stammt aus dem Kreis Cochem-Zell in der Eifel – „eine ähnlich geprägte Gegend wie diese hier“, so Nehrenberg. „Die Stelle ist bei meiner Jobrecherche zufällig im Internet aufgepoppt“, erinnert sich der Mann, der sich am Ende über die Jobzusage freuen durfte. Am Tag seines Vorstellungsgesprächs habe Nehrenberg sich das abendliche Treysa angesehen. „Ich stand mit offenem Mund vor dem vielen Fachwerk“, gibt er zu. Auch das Treysaer Altstadthotel und das Gebäude-Ensemble am Ziegenhainer Paradeplatz hatten es ihm angetan.

„Nach Dienstantritt bin ich die erste Zeit in Eigenregie durch die Stadt und ihre Ortsteile gelaufen. Unbeeinflusst habe ich die ersten Eindrücke gesammelt. Dann habe ich – bis auf zwei Ausnahmen – alle Ortsvorsteher getroffen. Sie haben mir erzählt, was in ihren Ortsteilen gut und was weniger gut läuft“, erklärt Nehrenberg.

Aber auch vergleichbare Mittelzentren wie Alsfeld, Homberg, Neukirchen, Fritzlar und Melsungen habe er genau unter die Lupe genommen. Inzwischen seien erste Projektideen entstanden und Gedanken entsprungen, wie sich die Stadt Schwalmstadt weiterentwickeln könnte. Nehrenberg nennt dabei unter anderem den Ausbau von Übernachtungskapazitäten und das Gewerbegebiet an der A49. Konkret möchte er seine Ideen jedoch noch nicht äußern. „Es müssen immer erst alle Voraussetzungen erfüllt sein und Partner im Boot sitzen“, so Nehrenberg. Nur so viel verrät der neue Stadtmanager: „Eine der Ideen hat Pilotcharakter. Das hat noch niemand probiert.“

 Damit er anderen Kommunen keinen Vorteil verschafft, halte er mit seinem Projekt aber lieber noch hinter dem Berg. Nur ein Wort entwischt dem 50-Jährigen immer wieder: der „Zentralpark“. Gemeint ist damit das Rückhaltebecken zwischen Ziegenhain und Treysa. In Nehrenbergs Augen könnte das zum Naherholungsgebiet werden und sogar Menschen aus einem Umkreis von gut 70 Kilometern dazu bringen, ihren Freizeitaktivitäten inmitten eines „Landschaftsgartens“ zwischen den beiden größten Schwalmstädter Stadtteilen nachzugehen.

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