Schwarzenborn: Bürgermeister Jürgen Liebermann über seine Zeit im Amt

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Soll ein Ort für alle Generationen werden: Jürgen Liebermann vor dem „Ahlen Porrhüs“.

Jürgen Liebermann ist seit Mai Bürgermeister von Schwarzenborn. Im Gespräch mit lokalo24.de berichtet er über die ersten Monate im Amt.

Schwarzenborn. Die Stadt Schwarzenborn und seine Einwohner liegen Jürgen Liebermann am Herzen. Aus diesem Grund hat er im Mai das Amt des Bürgermeisters angetreten.

Die Tür zu seinem Büro steht seitdem im wahrsten Sinne des Wortes offen. „Jeder, der ein Anliegen hat, kann jederzeit zu mir kommen. Ich brauche keine Sprechstunden“, erklärt der 50-Jährige. Das Angebot wird nicht nur regelmäßig von den Bürgern wahrgenommen.

Auch die Verwaltungsmitarbeiter wissen das offene Ohr des Bürgermeisters zu schätzen. „Im Rathaus wurde ich gut aufgenommen. Mir liegt viel an einem guten Umgang und Kontakt mit den Mitarbeitern“, sagt er. So führte er kurz nach seinem Amtseintritt auch eine Teamsitzung ein, die in einem zweiwöchigen Rhythmus abgehalten wird.

Ärztehaus steht kurz vor der Fertigstellung

Dank seiner Erfahrungen als Erster Stadtrat und Stadtverordneter sind ihm die meisten Aufgaben in der Verwaltung vertraut. „In manche Details musste ich mich aber natürlich auch einarbeiten. Insgesamt habe ich mir den Job aber genau so vorgestellt. Bisher gab es keinen Tag, an dem ich nicht gerne zur Arbeit gegangen bin“, sagt Liebermann.

Eines der wichtigsten Projekte, die er seit Amtsantritt begleitet hat, ist das Ärztehaus. „Bis auf Restarbeiten ist es fertig. Es ist ein Pilotprojekt und Bürgermeisterkollegen aus dem Umkreis informieren sich bei uns. Mit diesem Interesse hatte ich gar nicht gerechnet“, sagt Liebermann. Ein Ärztehaus direkt vor Ort zu haben sei für die Entwicklung einer ländlichen Region wichtig.

Die Attraktivität von Schwarzenborn weiter zu fördern war eines der angestrebten Ziele während Liebermanns Wahlkampf. Das möchte er unter anderem mit der Sanierung und dem Umbau des alten Pfarrhauses erreichen. „Das ‘Ahle Porrhüs’ soll ein Ort für alle Generationen sein. Wir haben schon viele Ideen gesammelt, wie wir es auf unterschiedliche Weise nutzen können“, so der Bürgermeister. Frauen wollen sich beispielweise zum Stricken und Nähen treffen, es sollen ein Weinfest, Musik- und Kulturabende stattfinden.

Spezielle Sprachkurse für Frauen sind geplant

Zu den rund 1.570 Einwohnern Schwarzenborns zählen auch etwa 170 Flüchtlinge und circa 90 EU-2-Bürger (aus Rumänien und Bulgarien). Auch sie sollen aktiv am Stadtleben teilhaben. „Integration ist bei uns nicht das Problem. Es ist die Sprache und da wollen wir etwas tun“, sagt Liebermann.

Bald werden im Pfarrhaus Kurse speziell für Frauen stattfinden. Ihnen soll nicht nur die deutsche Sprache vermittelt, sondern auch praktische Tipps für das tägliche Leben weitergegeben werden. „Es ist wichtig, dass wir den Frauen vor Ort eine Möglichkeit geben, Kurse wahrzunehmen. Sie haben meist keine Möglichkeit zu einem Kurs außerhalb Schwarzenborns zu fahren“, erklärt der Bürgermeister.

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