Second Hand Laden in Neukirchen unterstützt Schulkind in Indien

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Vom Second Hand Laden in Neukirchen profitieren etliche Schwälmer Eltern, viele Flüchtlingsfamilien und sogar ein Schulkind in Indien.

Neukirchen. Er hilft Eltern, bares Geld zu sparen. Er stattet Kinder bestens aus. Und er macht es einem Kind in Indien möglich, die Schule zu besuchen: der Second-Hand-Laden "Zweite Hand" in Neukirchen.Im September vergangenen Jahres öffnete der Laden in der Birkenallee erstmals seine Türen. Seither wird er von Familien aus Neukirchen und von dortigen Flüchtlingsfamilien gut angenommen. "Wir würden uns aber freuen, wenn noch mehr Leute – auch außerhalb von Neukirchen – zu uns kämen", sagt Astrid Koril.

Gemeinsam mit Judith Kaiser und Dorothee Wegener betreut sie den Laden. Die drei Ehrenamtlichen nehmen die gespendete Kleidung entgegen und diese dann genau unter die Lupe. Gut Erhaltenes wandert ins Regal, weniger Ansehnliches in den Altkleider-Container. Der Second-Hand-Laden ist eine Art Tausch-Basar. Träger ist die Evangelische Gemeinschaft in Neukirchen. Die Räumlichkeiten zur Umsetzung des Konzepts stellte die Pflege-Einrichtung Bischoff zur Verfügung. Das Prinzip des Second-Hand-Ladens funktioniert auf Spendenbasis. Das heißt: Koril und ihre Kolleginnen kaufen keine Kleidung, nehmen stattdessen ausschließlich Kinder-Klamotten als Spenden an.

In der Folge gibt es auch keine festen Preise für Kunden. "Die Leute geben, was sie wollen und können", sagt Koril. Die Einnahmen aus dem Klamotten-Verkauf fließen anschließend nicht etwa in die Tasche der Evangelischen Gemeinschaft. Das Geld geht zu 100 Prozent an ein Patenkind der Neukirchener Jungschar in Südasien. Und das revanchiert sich regelmäßig mit Briefen aus dem rund 7.000 Kilometer entfernten Indien. Ohne die Spenden aus der Schwalm könnte Surya ganz sicher nicht die dortige Schulbank drücken. Material – wie Schulbücher, Stifte und Papier – wird durch das Geld finanziert, das Eltern im Neukirchener Second-Hand-Laden ausgeben.

Aber auch die Schwälmer Familien profitieren: "Uns geht es darum, Hilfestellungen zu geben. Viele Familien können einfach nicht viel Geld für Klamotten ausgeben", sagt Wegener. So unterstützen sie auch gern Flüchtlingsfamilien. Diese seien zum Teil sogar vom großen Angebot des Ladens überrumpelt. Eines aber haben alle Kunden gemeinsam: "Sie sind offen, dankbar und sehr großzügig", sagt Koril. Kein Wunder also, dass das gemeinnützige Prinzip des Second-Hand-Ladens gut funktioniert. Immerhin seien über 90 Prozent der Kleider-Spenden, darunter auch viele Marken-Klamotten, sehr gut erhalten.

+++ EXTRA-INFO +++

Der Second-Hand-Laden "Zweite Hand" im ehemaligen Getränkemarkt, gegenüber dem Gemeindezentrum der Evangelischen Gemeinschaft in Neukirchen, Birkenallee 59, ist immer donnerstags von 15.30 bis 18 Uhr geöffnet, jedoch nicht während der Schulferien und an Feiertagen. Für mehr Infos: Judith Kaiser, Tel. 06694-910369.

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