Stadt Schwalmstadt bereitet Katzenschutzverordnung vor

+
Freilaufende Katzen, die nicht kastriert sind, könnten in Schwalmstadt schon bald der Vergangenheit angehören. Foto: Archiv

Zum Wohl des Tieres: Der Magistrat der Stadt Schwalmstadt bereitet eine Katzenschutzverordnung vor.

Schwalmstadt. Einen gemeinsamen Antrag brachten CDU, FWG und FDP in die jüngste Stadtverordnetensitzung Schwalmstadts am 8. September ein. Ziel der Fraktionen war die Einführung einer Katzenschutzverordnung.Die soll nicht auf dem Tierschutz, sondern auf dem Ordnungsrecht basieren und das Leid sogenannter Streunerkatzen, die sich unkontrolliert vermehren und Krankheiten übertragen, verringern. Die Verordnung sieht vor, dass Katzenbesitzer ihre freilaufenden Vierbeiner kastrieren lassen müssen.

Zum Hintergrund: Durch die Rechtsverordnung vom 24. April vergangenen Jahres hat die hessische Landesregierung die Ermächtigung in kreisfreien Städten auf die Oberbürgermeister beziehungsweise in den übrigen Gemeinden auf den Gemeindevorstand oder Magistrat übertragen. In der Parlamentssitzung erkannte CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Brück die Städte Homberg und Melsungen als gute Beispiele. Dort sei eine solche Verordnung bereits umgesetzt worden. "Die Besitzer haben die Aufgabe, ihre Tiere zu schützen", brachte es SPD-Stadtverordnete Christel Gerstmann auf den Punkt. Sie forderte ein Bußgeld für Katzenhalter, die ihrer Verantwortung nicht nachkommen. Dem Antrag wurde anschließend einstimmig stattgegeben.

Das freute auch Petra Ziegert-Postleb. Die Vorsitzende von der Tiernothilfe Schwalmstadt nahm als neugierige Zuschauerin an der Parlamentssitzung im Ziegenhainer Rathaus teil. Der Antrag von CDU, FWG und FDP ist auf eine Idee von der Niedergrenzebächerin zurückzuführen. "Die Verordnung muss auf jeden Fall kommen, damit das Katzenelend endlich aufhört", brachte sie die Dringlichkeit zum Ausdruck. Am Entwurf der Katzenschutzverordnung wird nun der Magistrat arbeiten. Die Ausfertigung wird anschließend wieder den Parlamentariern zur Beratschlagung und Beschlussfassung vorgelegt.

Wer muss seine Katzen kastrieren lassen und wie hoch sind eigentlich die Kosten dafür?

Die Pflicht zur Kastration bzw. Kennzeichnung und Registrierung trifft nicht alle Halter. Diejenigen, die ihre Tiere als reine Wohnungskatzen halten, nicht ins Freie lassen oder diejenigen, die ihr Grundstück katzensicher gestalten, sodass ein unkontrollierter Freigang verhindert wird, sind nicht betroffen.Die Kennzeichnung einer Katze erfolgt in der Regel durch die Implantierung eines Mikrochips durch einen Tierarzt. Nur durch die Kennzeichnung und Registrierung kann die erfolgte Kastration nachvollzogen und im Zweifelsfall auch überprüft werden. Die Kosten hierfür liegen bei etwa 20 bis 40 Euro. Die Kastration von Katzen beträgt rund 100 Euro, die von Katern etwa 60 Euro.

Übrigens: Das Aussetzen von Katzen und das Aufhören des regelmäßigen Fütterns verstoßen gegen das Tierschutzgesetz und können entsprechend geahndet werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Fotostrecke: John Diva & The Rockets of Love spielten im ausverkauften Mylord

Schrecksbach hat eine wahnsinnige Rocknacht hinter sich. Im altehrwürdigen Mylord stand niemand Geringeres auf der Bühne als Glamrocker John Diva. Kein Wunder: Die Bude …
Fotostrecke: John Diva & The Rockets of Love spielten im ausverkauften Mylord

Betrugsmasche: Trickdieb gibt sich als Mitarbeiter der Stadtsparkasse Schwalmstadt aus

Drei ältere Frauen sollten einem Trickdieb und dessen Telefonmasche zum Opfer fallen. Doch seine Rechnung hatte der dreiste Anrufer ohne die Seniorinnen gemacht:
Betrugsmasche: Trickdieb gibt sich als Mitarbeiter der Stadtsparkasse Schwalmstadt aus

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.