Stars und Sternchen: 24 Mal heißt es „and the Oscar goes to”

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Burgtheater-Betreiber Peter Unger und Tochter Paula freuen sich bereits auf die Oscar-Verleihung.

„Das ist Pflichtprogramm”, sagt Peter Unger, Betreiber des Treysaer Burgtheaters, über die Oscar Verleihung. Wir sprachen mit ihm über seine Favoriten.

Schwalmstadt. Er ist nur 34 Zentimeter groß und knapp vier Kilogramm schwer. Dennoch gehört er zu den begehrtesten Jungs der Welt und zieht Jahr für Jahr mitten in der Nacht unzählige Filmfans vor den Fernseher. Die Rede ist vom „Oscar“. In der Nacht von Sonntag auf Montag ist es wieder soweit. Ab 2 Uhr nachts MET können eingefleischte Filmliebhaber mitverfolgen, wenn im Dolby Theatre in Los Angeles bei den 92. Academy Awards die goldglänzende Filmtrophäen verliehen werden. Auch bei Familie Unger wird vor dem Fernseher gefiebert, wenn es bis in die frühen Morgenstunden insgesamt 24 Mal heißt „And the Oscar goes to …”.

„Das ist Pflichtprogramm”, sagt Peter Unger, Betreiber des Treysaer Burgtheaters, der seit mittlerweile über 30 Jahren das traditionsreiche Kino bereits in dritter Generation führt und damit einen Hauch von Hollywood in die Schwalm bringt. Oscar-Verleihung das sei Glamour mit Staraufgebot und interessanten Geschichten. „Ich freue mich vor allem auf Neulinge”, so Unger. Die Verleihungen hätten in den vergangenen Jahren gezeigt, wie wichtig die Oscars als Sprungbrett ins Geschäft für junge Filmemacher seien, so der Kinoexperte.

Mit seiner großen Filmleidenschaft hat Unger auch schon seine Tochter Paula angesteckt. Doch wenn es um die Frage geht, welcher Streifen den begehrten Goldjungen in der Kategorie „Bester Film” einheimst, gehen die Meinungen auseinander. „Ich denke, dass es ,Joker‘ wird”, tippt Paula. Mit insgesamt elf Nominierungen gilt der düstere Comic-Thriller von Regisseur Todd Phillips als einer der Favoriten in diesem Jahr und hat unter anderem Chancen auf Auszeichnungen in den Kategorien als bester Film, für Regie und für Joaquin Phoenix als bester Hauptdarsteller. Aber auch „The Irishman“, „1917“ und „Once Upon a Time in Hollywood“ gelten mit jeweils zehn Nominierungen als aussichtsreiche Kandidaten für die begehrten Auszeichnungen.

Letzteren sieht Vater Peter als seinen Favoriten: „,Once Upon a Time in Hollywood‘ holt den Oscar in der Kategorie ‚Bester Film‘”. Sowohl „Le Mans 66 – Gegen jede Chance” als auch „Joker” hätten ihm gut gefallen, doch der Drama-Crime-Film von Quentin Tarantino gebe legendäre Einblicke über Hollywood, begründet Unger seinen Tipp. In der Kategorie „Bester Hauptdarsteller” gibt er seiner Tochter aber Recht: Joaquin Phoenix („Joker”) ist klarer Favorit. Auch bei der Frage, welcher Regisseur mit einem „Oscar” nach Hause geht, muss Unger nicht lange überlegen: „Ich hoffe, es wird Bond-Regisseur Sam Mendes für sein Kriegsdrama ,1917‘. Er hätte es wirklich verdient.” Schwieriger sei es da schon bei der besten Hauptdarstellerin: Charlize Theron („Bombshell”), Renée Zellweger („Judy”) oder Saoirse Ronan („Little Woman”)? „Ich tippe mal auf die Außenseiterin Saoirse Ronan.”

Die Entscheidung der Jury, wer den Goldjungen mit nach Hause nehmen kann, ist bereits am Donnerstag gefallen, wie die Academy auf Twitter mitteilte. Wer sich aber über eine der 24 Trophäen freuen darf, bleibt bis zur Verleihung natürlich streng geheim. Man darf gespannt sein. Und vielleicht läuft gleich am Montag auch einer der oscarprämierte Filme auch im Burgtheater.

„1917” ist bereits aktuell im Programm (am 8., 10. und 12. Februar jeweils um 20 Uhr sowie am 9. und 11. Februar jeweils um 17 Uhr). Die Planungen für die Kinowoche ab kommenden Donnerstag, 14. Februar, erfolgen am Montag. Die vielversprechenden Oscar-Kandidaten „Once Upon a Time in Hollywood“ und „Joker” liegen ebenfalls im Burgtheater parat. So könne nach der Verleihung spontan in Rücksprache mit den Filmverleihen entschieden werden, ob einer der Oscar-Gewinner auch im Burgtheater (noch einmal) auf der Leinwand läuft, erklärt Unger.

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