Stefanie Piepers erstes Buch „Du schaffst das, Luzie„ zeigt Karneval aus Kindersicht

Mit ihrem ersten Kinderbuch will Stefanie Pieper Kindern Mut machen und zeigen, dass sie ihre Träume verwirklichen können, auch wenn sie dafür hart arbeiten müssen.
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Mit ihrem ersten Kinderbuch will Stefanie Pieper Kindern Mut machen und zeigen, dass sie ihre Träume verwirklichen können, auch wenn sie dafür hart arbeiten müssen.

Stefanie Pieper ist mit Herzblut Karnevalistin. Sie vermisst es sehr, dass die diesjährige Karnevalssaison für sie und ihre „Rote Garde” Corona bedingt ausgefallen ist. Die Entschleuning der vergangenen Monate nutzte die zweifache Mutter, um ihr erstes Buch herauszugeben. Das Thema – natürlich Karneval.

Neustadt. Konfettiregen, Tusch und Gardetanz - sie gehören für kleine und große Karnevalfans jedes Jahr dazu. Doch Corona bedingt fiel die diesjährige Karnevalsession flach. „Leider“, sagt Stefanie Pieper. Die 35-jährige Mutter zweier Kinder ist selbst seit ihrem sechsten Lebensjahr begeisterte Gardetänzerin, seit über zehn Jahren Trainerin der Roten Garde des Frauenvereins 1958 und nun auch frischgebackene Kinderbuchautorin. Pünktlich zum Rosenmontag erschien jetzt ihr erstes Kinderbuch „Du schaffst das, Luzie – kleines Gardemädchen ganz groß“.

Das liebevoll illustrierte Buch richte sich aber nicht nur an Kinder. „Ich möchte alle erreichen, die Gardetanz lieben, aber eben auch jene, die eigentlich nicht so viel mit dem Thema zu tun haben“, sagt Pieper über ihr Herzensprojekt. „Viele Menschen feiern Karneval und engagieren sich in den Vereinen und Garden ihrer Stadt. Dennoch gibt es kaum ein Buch, das sich mit dem Gardetanzen auseinandersetzt.“

In dieser Woche stellte sie ihr Buch bei Lesungen in Kindergärten vor. Zwischen zwei ihrer Termine sprachen wir mit der begeisterten Karnevalistin und Autorin über die Entstehungsgeschichte ihres ersten Buchs, ihre härtesten Kritiker und die „karnevalslose“ Zeit.

Frau Pieper, Sie haben gerade Ihr erstes Kinderbuch herausgegeben. Worum geht es darin?

Um Luzie, ein neunjähriges Gardemädchen, das mit ihrer Tanzgarde fleißig für einen Auftritt probt. Bei Luzie gibt es aber eine Sache, die nicht so richtig hinhaut. Und das macht ihr bisschen Bauchschmerzen. Trotzdem arbeitet sie kräftig daran, dass es klappt. Die Frage ist am Ende: Schafft sie es? Doch das wird jetzt nicht verraten.

Zwischendurch in die Geschichte eingebunden erkläre ich, viel über den karnevalistischen Tanzsport und Karneval allgemein. Alles kindgerecht.

Wie kommt man als Betriebswirtin im Kfz-Gewerbe eigentlich auf die Idee ein Kinderbuch zu schreiben?

Ein Kinderbuch zu schreiben stand schon immer auf meiner Lebensliste. Schon vor Jahren habe ich eine Geschichte aufgeschrieben, die ein Kinderbuch hätte werden können. Dann ist aber mein Computer kaputt gegangen und die Geschichte war weg. Danach habe ich meinen Wunsch lange aus den Augen verloren. Bis er 2016 wieder entfacht ist. Ich bin einfach ein kreativer Mensch, der immer Abwechslung braucht - neue Aktionen und Projekte. Und irgendwann brodelte dann einfach die Kinderbuchidee in meinem Kopf.

Was hat Sie zu „Du schaffst das, Luzie – kleines Gardemädchen ganz groß“ inspiriert?

Gardetanz begleitet mich schon mein ganzes Leben lang. Wie ich bei meinen Recherchen feststellen musste, gab es bislang keine Kinderbücher über den karnevalistischen Tanzsport. Und so dachte ich: „Das ist es.“ Ich schnappte mir ein Notizbuch, in dem ich nach und nach jede Idee zu dem Thema festhielt. Doch als Mutter von zwei kleinen Kindern kam ich 2016 nicht zum Schreiben.

Als Corona kam und alles entschleunigt wurde, hatte ich dann plötzlich wieder Zeit an meinen Buchprojekt zu arbeiten. Nachdem mich dann auch mein Mann ermutigt hatte, das Buch herauszubringen, dachte ich mir: „Wenn es nicht jetzt mache, dann mache ich es wahrscheinlich nie.“ So ist also die Idee zu Luzie entstanden.

Und was sagen Ihre beiden Kinder zu Luzie?

Meine Tochter Greta ist meine größte Kritikerin. Sie passt ganz genau auf, ob ihr die Bilder gefallen. Meine Kinder haben die Geschichte natürlich vorab vorgelesen bekommen und mir Feedback gegeben. Mein Sohn Lasse zeigte mir dabei, dass das was ich mir gewünscht habe - dass das Buch nicht als reines Mädchenbuch gesehen wird - eingetreten ist und das Buch auch Jungs gefällt. Und diese Meinung wurde auch bei der Lesung heute im Kindergarten bestätigt.

Doch die ersten, die die Geschichte gehört haben, waren meine Oma und mein Opa, selbst zwei große Karnevalisten. Und auch sie waren begeistert.

Karneval ist Ihr großes Steckenpferd. Dieses Jahr fiel die Karnevalsession Corona bedingt flach. Was haben Sie am meisten vermisst?

Als Trainerin einer großen Garde fängt Karneval für mich schon immer Mitte des Jahres an: Die Tänze werden choreografiert, die Musik ausgesucht, Ideen für die Kostüme gesammelt. Wenn man mitten drin steckt, ist es immer sehr zeitaufwendig und man denkt: „Weniger wäre auch gut“.

Jetzt war es weg und es war ganz komisch, irgendwas fehlte richtig: Die vielen Treffen mit den Mädchen, bei den wir gemeinsam etwas erarbeiten aber auch das Feiern. Dass ich an einem Rosenmontag zuhause war, das gab es noch nie. Mir fehlt das Glitzer auf den Boden, das Konfetti, das ich mit nach Hause bringe, die gemeinsamen Auftritte. All das gab‘s dieses Jahr einfach nicht.

Eine letzte Frage: Wie viel von Ihnen steckt in Luzie?

Schon einiges. Man kann im ganzen Buch Parallelen finden. Luzie soll den Kindern zeigen, dass man sich was trauen muss und sie alles schaffen können. Ja, Luzie könnte ich auch früher gewesen sein, als ich getanzt habe.

EXTRA-INFO

Stefanie Pieper hat ihr erstes Kinderbuch „Du schaffst das, Luzie – kleines Gardemädchen ganz groß“ mit Unterstützung ihrer Freundin Corinna Schmidt im Self Publishing herausgegeben. Die Illustrationen stammen von Isabelle Grunwald aus Heidelberg. Weitere Informationen zu „Du schaffst das, Luzie – kleines Gardemädchen ganz groß“. gibt es auf Facebook und Instagram sowie auf der Internetseite kinderbuch-gardemaedchen.de. Dort können im Online-Shop neben dem Buch auch kleine Fanartikel bestellt werden.

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