Steinwaldschule feiert 500 Jahre Schulstandort Neukirchen

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Planen gemeinsam mit anderen Kollegen seit vielen Monaten die Projektwoche: Schulleiter Olaf Rödiger (li.) und Lehrer Hans-Werner Dittmar.

Unter anderem ist eine Projektwoche geplant, während der sich die Schüler mit der Vergangenheit beschäftigen sollen.

Neukirchen. 500 Jahre ist es her, als in Neukirchen erstmals ein Lehrer in einem Schreiben der Stadtväter an Landgraf Philipp erwähnt wurde. Die Steinwaldschule nimmt dieses besondere Jubiläum des Schulstandortes Neukirchen zum Anlass, die Vergangenheit mit der Gegenwart in Verbindung zu bringen, aufzuzeigen, was sich verändert hat und wie sich Schule in Zukunft entwickeln kann und sollte.

 „Neukirchen ist einer der ältesten, ländlichen Schulstandorte in Hessen und wir möchten zeigen, dass wir den städtischen Schulen in nichts nachstehen“, sagt Schulleiter Olaf Rödiger. Neben Vorträgen und Workshops, die alle unter dem Motto „Früher war auch Zukunft“ bis August stattfinden werden, freuen sich Rödiger und Lehrer Hans-Werner Dittmar besonders auf zwei Highlights. „Zum einen werden unsere Schüler in einer Projektwoche die Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart in unserer Region schlagen. Zum anderen wollen wir das Thema Nachhaltigkeit unterstützen und 500 Bäume pflanzen“, so Rödiger.

Projekte werden in den Heimatorten durchgeführt

Für die Projekte gehen die Schüler in ihren Heimatorten auf Zeitreise. So beschäftigt sich eine Gruppe beispielsweise mit der Frage, wie Schüler früher zur Schule gekommen sind. Sie werden dafür am Bahnradweg QR-Code-Stellen einrichten, über die Interessierte einzelne Geschichten von ehemaligen Schülern erfahren können. Eine andere Gruppe führt dagegen Sketche auf, um das frühere Schulleben zu portraitieren. Mehr als 80 Projekte in 31 Orten und Ortsteilen werden am Ende in einer Festschrift zusammengefasst. „Wir möchten die Ergebnisse auf diese Weise besonders würdigen und dafür sorgen, dass sie nicht einfach in Vergessenheit geraten“, erklärt Dittmar. Darüber hinaus werden die einzelnen Projekte in den betreffenden Kommunen und noch einmal während eines großen Schulfestes der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Schule bedeutet nicht nur Unterricht. Für Schüler ist sie ein Lebensraum, den wir gestalten müssen. Dabei können wir von der Vergangenheit lernen, müssen aber auch offen für Neues sein“, erklärt Rödiger. Aus diesem Grund sehen sie auch die aktuelle Umstrukturierung der Schulgebäude als Chance an. Aufgrund von Baumängeln und akuter Einsturzgefahr wurden 2018 Teile der Steinwaldschule und der angrenzenden Astrid-Lindgren-Grundschule gesperrt und abgerissen. „Die Um- und Neubauten sollen das individuelle Lernen fördern. Wir möchten also Räume schaffen, in denen sich Schüler besser entfalten können“, sagt Rödiger. Dabei orientieren sie sich an dem Konzept von Dr. Otto Seydel, der seit rund 20 Jahren ein Institut für Schulentwicklung leitet. Seine Vorstellung einer modernen Schule erläutert er am Donnerstag, 26. März, um 19 Uhr im Atrium der Steinwaldschule.

Um heute schon auf andere Weise die Zukunft mitzugestalten, werden im Rahmen der Umwelttage am 19. und 20. März insgesamt 500 Bäume im Einzugsgebiet der Steinwaldschule gepflanzt. Schüler, Lehrer, Eltern und Freunde der Schule können einen dieser Bäume adoptieren und erhalten in diesem Zuge auch dessen GPS-Daten. „Das bedeutet, dass sie auch in 20 Jahren noch schauen können, wie es ihrem Baum ergeht. Damit sind sie für immer mit der Region verbunden“, erklärt Dittmar. Die einzelnen Veranstaltungen im Rahmen des Jubiläums werden kurz vorher auch auf der Internetseite www.steinwaldschule.de veröffentlicht.

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