Sven Kästner ist neuer Kommandeur des Schwarzenborner Jägerbataillons

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Die Schwarzenborner Jäger haben einen neuen Chef: Oberstleutnant Sven Kästner übernimmt das Kommando über das Jägerbataillon 1 von Oberstleutnant Wolfgang Schröder. Schröder geht als Tutor im nationalen Generalstabs-/Admiralstabslehrgang an die Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg.

Schwarzenborn. „Das Amt ist nur geliehen.“ Mit diesem Satz begann Oberstleutnant Wolfgang Schröder als scheidender Kommandeur des Jägerbataillons 1 seine Rede im Rahmen der Übergabe der Kommandogewalt an seinen Nachfolger, Oberstleutnant Sven Kästner. Diesen Satz habe er in der Vergangenheit bei zahlreichen Übergaben immer wieder gesagt und er sei ihm bis dato leichter über die Lippen gegangen als heute, gab Schröder zu und betonte gleichzeitig, dass dennoch richtig bleibe, erinnere er doch an die notwendige Demut vor der Aufgabe und stehe er gerade bei Soldaten für eine zwingend notwendige Ersetzbarkeit als wesentlicher Bestandteil dieses je nach Auftrag nicht immer ungefährlichen Berufes.

„Wenn ich heute entlang dieses Satzes auf meine Zeit als Kommandeur in Schwarzenborn blicke, so führt mich dies zum ersten Bataillonsantreten im November 2017 zurück. Damals hatte ich dem Bataillon gesagt, dass ich stolz bin, ihr Kommandeur und Schwarzenborner Jäger zu sein“, so Schröder. „Und ich kann Ihnen sagen, dass dieses Bataillon und dieser Standort für immer mein Herz gewonnen haben: weil die Menschen hier so unglaublich unkompliziert immer Top-Leistung erbracht haben, weil hier die Übungsmöglichkeiten genial sind und weil man mich als Nicht-Hesse und überzeugter Großstädter so hervorragend aufgenommen hat.“

In seiner Ansprache vor den Abordnungen der einzelnen Kompanien und Gästen des öffentlichen Lebens, der Politik und der Bundeswehr ging Schröder auf die wesentlichen Entwicklungen des Standorts in seiner fast drei Jahre währenden Dienstzeit in Schwarzenborn ein. „Von den Dingen, die man sich als Kampftruppenkommandeur vornimmt, war es möglich in diesen drei Jahren im Prinzip alles mit Ihnen zu erleben, was diese Zeiten überhaupt hergaben, inklusive zahlreicher Übungen auf Bataillonsebene und natürlich dem Einsatz in Afghanistan.“

Oberst Stephan Willer als Vorgesetzter betonte in seiner Ansprache, dass Kommandowechsel in den Verbänden durchaus zum militärischen Alltag gehören und ein Teil der „Firmenphilosophie“ der Bundeswehr seien. Dennoch gehe mit einem Bataillonskommandeur immer auch eine Ära zu Ende und ein weiteres Kapitel der Geschichte des Verbandes finde seinen Abschluss. „Die heutige Kommandoübergabe stellt diesbezüglich keine Ausnahme dar. Im Gegensatz: Mit Ihnen, Herr Oberstleutnant Schröder, verlässt ein Kommandeur das Jägerbataillon, der an vielen Kapiteln der Geschichte dieses stolzen Infanterieverbandes entscheidend mitgeschrieben hat“, so Willer. „Ob in Übung und Ausbildung oder aber in besonderer Weise im Einsatz: Herr Oberstleutnant Schröder, Sie waren „Vorne“, führten unmittelbar und direkt. Sie waren im besten Sinne ,mittendrin statt nur dabei‘.“

Der Neue an der Spitze der Schwarzenborner Jäger ist Oberstleutnant Sven Kästner, der durch seine vorherige Dienstzeit im Jägerregiment 1 bereits die Gegebenheiten vor Ort kennt, so Willer. „Ihr bisheriger Verwendungsaufbau qualifiziert Sie in besondere Weise, um als Bataillonskommandeur diesen einsatz- und kampferprobten Infanterieverband zu führen. Zumal in der heutigen Zeit nur diejenigen Offiziere das Kommando über einen Verband erhalten, die zur herausragenden und kleinen Leistungsspitzen ihres Jahrgangs gehören“, betonte Willer und gab den neuen Kommandeur auf den Weg: „Schlagen Sie neue Seiten auf, gehen Sie gemeinsam mit Ihren Soldatinnen und Soldaten die kommenden Aufgaben an. Führen Sie klar, eindeutig und von vorne.“

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