20 Teams messen sich beim Brühtrog-Rennen in Zella

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Das traditionelle Rennen auf der Schwalm zur Kirmes in Zella lockte auch viele Zuschauer an.

Willingshausen-Zella. Seit 33 Jahren findet am Kirmes-Sonntag das traditionelle Brühtrog-Rennen in Zella statt. Auch in diesem Jahr traten wieder 20 Teams an, um sich mit dem hölzernen Kahn wagemutig in die Fluten der Schwalm zu stürzen. Bevor es losging, überzeugten sich die Burschenschaftsmitglieder Elisabeth Bechtel und Johannes Schultheis vom ordnungsgemäßen Zustand der Regatta-Strecke, auf der gleich mehrere Aufgaben zu lösen waren. Beim ersten Rennen gingen das Team „Hochsee-Nichtschwimmer“ und die langjährigen Favoriten „Chefin‘s Lieblinge“ an den Start.

Zum Glück für die Nichtschwimmer in ihren blau-weißen Matrosen-Anzügen, war die Schwalm an dieser Stelle nicht besonders tief, denn direkt nach dem Verlassen der Rampe lief ihr hölzernes Gefährt voll mit Wasser und sank. Ganz zu Begeisterung des Publikums, das dem Spektakel von beiden Uferseiten und der hölzernen Brücke zusah und die Crews tatkräftig anfeuerte. Im zweiten Durchgang gab es Hai-Alarm auf der Schwalm. Moritz Vorholzer vom Team „Torpedo“ setzte sich verkleidet als riesiger Raubfisch in die schwimmende Holzkiste – sein Teamkollege Philipp Lange nahm im Taucheranzug hinter ihm Platz.

Sonja Vesper und Kerstin Riebeling debütierten als „die sterbenden Schwäne“. Ihre kurzzeitige Führung nach dem Start verloren sie wieder als auch sie Bekanntschaft mit dem kühlen Nass machten. „Lieber rot als tot“ hieß das Duett aus Bürgermeister Heinrich Vesper und Uli Riebeling von der Reservisten-Kameradschaft. Aufgrund der schwierigen Trimmlage ihres Wasserfahrzeugs, gingen die beiden Hobbykapitäne rasch dazu über, den Brühtrog regelwidrig durchs Wasser zu schieben. Den Protagonisten und den Zuschauern war das jedoch gleichermaßen egal, denn die Gaudi stand im Vordergrund.

„Top Gun vs. Bullbach-Girls“ hieß das einzige Rennen, das ausschließlich von Teilnehmerinnen bestritten wurde. Lea Weber und Sophia Pfalzgraf aus Schorbach traten, wie einst Tom Cruise, im Piloten-Overall an. Beide Teams zeigten sich äußerst professionell. Ohne zu kentern kletterten sie durch den Schlepperreifen, absolvierten die Slalomstrecke, lösten die Aufgabe an der Wendemarke und paddelten flussaufwärts in Richtung Ziel. Nass wurden sie schließlich trotzdem, denn echte Brühtrog-Fahrer schlagen die Glocke im gestreckten Hechtsprung mit dem Paddel und landen dann in der Schwalm.

Am Ende durften sich die schnellsten Teams und die mit der schönsten Verkleidung über reichlich Freibier freuen – so mancher Zuschauer fragte sich auf dem Weg ins Zelt: „Wann wird Brühtrog-Rennen endlich olympisch?“

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